SYMPOSIUM

DGM-Kaminabend 2019

  • 17.09.2019
  • Alte Börse, Messe Dresden
  • Dresden



Beschreibung

Die Biologisierung der Werkstofftechnik – Ein neuer Megatrend?

Biobasierte Werkstoffe rücken zunehmend in das Blickfeld von Entwicklern, da diese besonders ressourcenschonend sind und teilweise sogar das Potential haben, mit einem CO2-Guthaben in die Betriebsphase des Bauteillebens zu starten. Diesen Prozess, der zunehmenden Einführung naturbasierter Materialien und Grundstoffe, nennen wir die Biologisierung der Werkstofftechnik und Materialwissenschaft.


Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Naturwerkstoffen, aus denen mehr oder weniger direkt Bauteile gefertigt werden und solchen, die als Rohstoffbasis für eine Weiterverarbeitung zu einem erst zu erzeugenden Werkstoff dienen. Jedoch muss eine Biologisierung der Werkstoffe unabhängig von der Herangehensweise und Zielanwendung strengen ethischen Richtlinien verpflichtet sein. Es ist z.B. nicht akzeptabel, wenn Nahrungsmittelpflanzen oder landwirtschaftliche Nutzflächen für die Herstellung von Bauteilen eingesetzt werden. Einen Wettbewerb zwischen der Ernährung der Menschen und der ökologischen Bilanz bei der Produktion von Konsumgütern darf es nicht geben.

Das hohe und aus unserer Sicht weitgehend nicht genutzte Potential biologisierter Werkstoffe, z.B. in der Mobilität der Zukunft, geht weit über Aktivitäten zu nachwachsenden Rohstoffen hinaus. Es eröffnet neue Perspektiven in den Bereichen herstellungsbedingter CO2-Ausstoß, Leichtbau sowie Kosten- und Ressourceneffizienz. 

Der Trend „Biologisierung der Werkstofftechnik“ soll im Rahmen des DGM-Kaminabends am 17. September 2019 mit Experten und Ihnen zusammen diskutiert werden.

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