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DGM feierte 100-jährigen Geburtstag in Berlin mit prominenten Gästen

Liebe Mitglieder und Freunde der DGM,

seit genau 100 Jahren steht die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) als Interessensvertretung ihrer Mitglieder für eine Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, die sich auf Traditionen beruft und trotzdem für Visionen offen ist – also fest auf dem Boden steht und gleichzeitig „nach den Sternen greift“. Kein Wunder also, dass zur DGM-Jubiläumsfeier am 27. November 2019 unweit des Gründungsorts der Gesellschaft im architektonisch visionären Kongress- und Tagungszentrum AXICA am Brandenburger Tor in der Riege der Gratulanten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ebenso dazugehörte wie ein waschechter Astronaut.

Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich, DGM-Präsident

Dr. Oliver Schauert, DGM-Präsident

Parlamentarischer Staatssekretär Christian Hirte (CDU), Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Dr.-Ing. Volker Kefer, Präsident des Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)

Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Dr. Matthias Maurer, European Space Agency Europäisches Astronautenzentrum (EAC)

Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Leiter des Geoforschungszentrums Potsdam, Vizepräsident acatech

Eingeleitet wurde die in stilvoller Atmosphäre eingebettete Feierlichkeit mit einem Festvortrag „Was kann Materialkunde leisten – zwischen Kontinuität und Sprunginnovation“. Ausgangspunkt war die uns allen bekannte Erkenntnis - in vielen Sprunginnovationen „steckt die Materialforschung drin – steht aber nicht außen drauf“ Deshalb hatten die DGM-Präsidenten im Vorfeld der Veranstaltung genau dazu in allen Werkstoffzentren Deutschlands um prägnante Beispiele für Werkstoffinnovationen zu den bekannten technischen Megathemen unserer Gesellschaft gebeten. Frank Mücklich (DGM-Präsident) hatte daraus ein vielseitiges und visuell prägnantes 30-minütiges Kaleidoskop zusammengestellt, das allen noch einmal eindrucksvoll vor Augen führte, welch furiose und begeisternde  Entwicklung die Materialkunde in den 100 Jahren des Bestehens der DGM genommen hat und damit prägend für entscheidende Sprunginnovationen zu all diesen Megathemen geworden ist. DGM-Mitgliedern wird  diese Präsentation demnächst auch zur eigenen Verwendung zur Verfügung stehen.  

Der anschließenden Festansprache des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Hirte (CDU) lauschten die über 160 Gäste ebenfalls mit großem Interesse. Er wies darauf hin, dass die Bedeutung der Materialien – heute die Grundlage für einen nie dagewesenen Wohlstand und nie dagewesene Innovationsmöglichkeiten – schon den Gründungsvätern der DGM 1919 bewusst gewesen sei. Vor allem die zahlreichen Fachausschüsse der DGM zwischen Wissenschaft und Industrie würden lebendige Netzwerke für ein innovationsförderndes Umfeld schaffen: Sie seien ein entscheidender Grund dafür, warum Deutschland bei der Werkstoffforschung und -entwicklung eine der weltweit führenden Nationen sei.

Die DGM wurde vor 100 Jahren aus dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) heraus gegründet. Eine besondere Freude war es deshalb, dass der Präsident des VDI, Volker Kefer, in seinem Grußwort die für beide Seiten bis heute so fruchtbare Zusammenarbeit hervorhob. Auch mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) gibt es enge Verbindungen und deren Präsident, Ulrich Panne, lud in seinem Grußwort auf unterhaltsame Weise zur Reflexion des Gemeinsamen in Vergangenheit und Zukunft ein. Und schließlich sprach auch der Materialwissenschaftler und ESA-Astronaut Matthias Maurer ein mitreißendes Grußwort zur Bedeutung der Materialforschung für die Raumfahrt. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte er schon per Videobotschaft einen Jubiläumsgruß aus der Schwerelosigkeit eines Parabelflugs gesendet. Sein Herz schlüge für Weltraum und Werkstoff gleichermaßen, gab Maurer an. Auch die Erfolge und die Sicherheit der Astronauten lägen nicht zuletzt auf den Schultern von Fachverbänden wie der DGM.

Abgerundet wurde das rundherum gelungene Festprogramm durch einen packenden Vortrag von Reinhard Hüttl, Leiter des Geoforschungszentrums Potsdam und Vizepräsident der Akademie der Technikwissenschaften acatech zur Entwicklung der Erde, zum Klimawandel und zum Rohstoffbedarf für die Zukunft der Menschen. Er weitete damit überaus eindrucksvoll den Blick der Festgäste und ordnete die Thematik der Werkstoffe ein in den globalen Kontext der gesamten gesellschaftlichen Entwicklung. So klang die Veranstaltung mit der Zuversicht aus, auch in Zukunft mit der Materialforschung ganz entscheidend zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit beitragen zu können.

Was für eine starke Gemeinschaft und „große Familie“ die DGM bis heute ist, hatten zuvor die zahlreichen Ehrungen im Anschluss an die Mitgliederversammlung im AXICA gezeigt: Dazu gehörte auch die Verleihung der Heyn-Denkmünze als höchste Auszeichnung der DGM an Prof. Dr. Jürgen Rödel von der TU Darmstadt. Auch wurden Prof. Dr. Dieter M. Herlach vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Köln und Dr.-Ing. Margarethe Hofmann-Amtenbrink vom Schweizer Mat Search Consulting Hofmann sowie Dr.-Ing. Hilmar R. Müller und der ehemalige DGM-Geschäftsführer Dr.-Ing. Peter Paul Schepp aufgrund ihrer Verdienste für die Gesellschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt. Eine Übersicht aller Preisträger finden Sie hier .

Als Geschenk für die Festgäste gab es die detailreiche Abhandlung „100 Jahre DGM“ aus der Feder des Leiters des DGM-Geschichtsausschusses Helmut Maier von der Ruhr-Universität Bochum.

Über den nachfolgenden Link finden Sie die Bilder zur Festveranstaltung:

www.dgm.de/medien/archiv/dgm-bilder-archiv/2019-dgm-100-jahre-feier-berlin/

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine friedvolle Vorweihnachtszeit!

Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich
(DGM-Präsident)

Dr. Oliver Schauert
(DGM-Präsident)

Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer
(Geschäftsführer DGM e.V. und DGM-Inventum GmbH)