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Nachwuchsakademie „Werkstoffe in Medizin und Pharmazie: Fertigung, Mikrostruktur, Eigenschaften und Anwendung“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Dr. Gomes beim Vortrag

Vom 06. bis 10. Oktober 2014 fand an der Universität Duisburg-Essen die oben genannte Nachwuchsakademie statt. Ziel dieses DFG-Förderinstrumentes ist es, Nachwuchswissenschaftlern den Weg zum ersten eigenen DFG-Projekt zu eröffnen. Es wurde 18 jungen Forscherinnen und Forschern aus ganz Deutschland die Möglichkeit geboten, Themen an der Schnittstelle zwischen Material- und Biowissenschaften zu entwerfen und zu bearbeiten. Durch Diskussionen mit erfahrenen Fachkolleginnen und Fachkollegen erhielten sie weitere Impulse für die eigene Arbeit und Karriereplanung. Im Mittelpunkt standen werkstoffwissenschaftliche Fragestellungen, die die Funktion der Implantate beeinflussen. So wirkt sich zum Beispiel die Mikrostruktur eines Metalls auf seine Festigkeit und das Ermüdungsverhalten aus. Die Oberfläche ist entscheidend für die Korrosionsbeständigkeit und die Rissbildung unter Beanspruchung. Sie spielt auch eine bedeutende Rolle bei der Eigenschaftsoptimierung im Kontakt mit Gewebe und Körperflüssigkeiten wie Blut oder Speichel.

Die Veranstaltung wurde von Evonik Industries im Rahmen einer großzügigen Spende unterstützt und von Prof. Birgit Skrotzki (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, BAM, Berlin), Prof. Matthias Epple (Universität Duisburg-Essen) und Dr. Burkhard Jahnen (DFG) organisiert.

Eingeladene Redner zu allen Aspekten der Biomaterialforschung im Sinne von Biologie und Werkstoffwissenschaften waren Prof. Willumeit-Römer (Geesthacht/Kiel), Dr. Gomes (BAM Berlin), Dr. Sengstock (Bochum), Prof. Fleck (Berlin) und Prof. Eggeler (Bochum). Daneben gab es Vorträge von Dr. Möltgen (Essen) zur universitätsinternen Forschungsförderung, von Dr. Peschel (Essen) zu Patenten, von Dr. Oenbrink (Evonik) zur Kooperation zwischen Hochschule und Industrie und von Frau Fitzek (Essen) zu Gleichstellung und Familienplanung.

Zur Auflockerung gab es eine Exkursion zur August-Thyssen-Hütte in Duisburg, bei der es einen Hochofen, ein Stahlwerk und eine Walzanlage zu besichtigen gab. Immerhin stellen metallische Werkstoffe auf der Basis von rostfreiem Stahl eine wesentliche Basis für Biomaterialien dar.