FORTBILDUNG

Schadenanalyse und Bauteilprüfung an Kunststoffen

  • 29.09. - 30.09.2020
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Beschreibung

„Wer Kunststoff kennt nimmt Stahl!“ Dieser beliebte Spruch unter Maschinenbauern und Konstrukteuren spiegelt perfekt das meist ambivalente Verhältnis des klassisch ausgebildeten Produktentwicklers zu Kunststoffen wider. Diese sehr einfache Betrachtungsweise gründet häufig in nur oberflächlich vorhandenem Kunststoffwissen der Akteure. Dennoch ist es kein Geheimnis, dass Kunststoffe ihren Weg sowohl in Massenanwendungen als auch in Hochkomplexe und sicherheitsrelevante Hightech-Produkte in allen Industriezweigen gefunden haben. Viele Anwendungen sind nur in Verbindung mit Kunststoffen realisierbar. Wesentlich ist, dass für die jeweilige Anwendung die richtige Kunststoffart, der passende Herstellungsprozess und der sachgemäße Gebrauch zusammenkommen. Ziel dieser Fortbildung ist es, den Fokus auf die wesentlichen Eigenschaften einer Anwendung und des dazu passenden Kunststofftyps zu lenken.

Themen und Inhalte

  • Einteilung und Kunststoffarten
    - Thermoplaste
    - Duroplaste
    - Elastomere
  • Verarbeitungsbedingte Eigenschaften und Alterung von Kunststoffen
    - Morphologie
    - Bindenähte, Klebestellen
    - thermischer Abbau
  • Eigenspannungen und Strahlungsalterung
  • Mechanische Prüfmethoden in der Schadensanalyse
    - Zugversuch
    - Kerbschlag-Biegeversuch
    - Kriechen & Relaxation
    - Dauerschwingversuch
    - Kerbwirkung
    - Härteprüfung
  • Thermische Analysemethoden in der Schadensanalyse
    - DSC und OIT
    - Ofenalterung
    - TGA, TMA, DMA und HDT
    - Kopplungsmöglichkeiten
  • Besprechung teilnehmerspezifischer Anwendungsfälle
  • Mikroskopische Prüfmethoden in der Schadensanalyse
    - Lichtmikroskopie (Auf- und Durchlicht)
    - Elektronenmikroskopie (REM & TEM), EDX, AFM
  • Spektroskopische und chromatographische Analytik
    - Molekül- und Elementanalytik
    - FT-IR (imaging)
    - HPLC, GPC,GC/MS, Pyrolyse-GC/MS, AAS, RFA
  • Beständigkeits- und Alterungsprüfung
    - Chemische Beständigkeit
    - Bewitterung
    - Hydrolysebeständigkeit
  • Auswahl geeigneter Methoden in der Schadenanalyse und Anwendungsbeispiele - Bearbeitung & Lösung von Schadensfällen 

Ihr Nutzen

  • Neben einem gewissen Kunststoff-Basiswissen erhalten Sie einen umfassenden Überblick über verarbeitungsbedingte Materialeigenschaften, Alterungsprozesse sowie gängige Prüfmethoden für die geforderten Materialkennwerte.
  • Sie erlernen Schadensursachen selbst herauszufinden, so dass diese zukünftig ausgeschlossen werden können.
  • Ihnen wird die Bandbreite der Prüfmethoden vorgestellt. Dies hilft Ihnen dabei, die möglichen Wege, die im Schadensfall beschritten werden können, selbst abzuschätzen.
  • Ihre spezifischen Fragestellungen aus der täglichen Praxis können Sie direkt mit den Experten erörtern.

Zielgruppe

Die TeilnehmerInnen lernen die Bandbreite der Prüfmethoden kennen und erhalten so einen besseren Überblick über die möglichen Wege, die im Schadensfall beschritten werden können. Dabei wird stets auf Anwendungsbezogenheit geachtet und bei Bedarf auf teilnehmerspezifische Fragestellungen eingegangen.

Weitere Fortbildungen im Themenbereich

 

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Möginger

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg


Dr. Johannes Steinhaus

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg


Fragen und Kontakt

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zur Fortbildung auch persönlich. Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail.

Tel.: +49-(0)69-75306 757
Fax: +49-(0)69-75306 733
E-Mail: fortbildung@dgm.de