Feuerfestwerkstoffe

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Feuerfestwerkstoffe
Gemeinschaftsausschuss Mitglieder: 98

Der von der DGM und der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG) eingerichtete Gemeinschaftsausschuss will ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis der mechanischen, thermischen, chemischen und funktionstechnischen Eigenschaften von Feuerfestwerkstoffen sowie zu deren Kompatibilität erarbeiten. Hierzu initiiert er gemeinsame Projekte von Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen.

Die Mitglieder des Gemeinschaftsausschuss stammen aus Forschung und Industrie, wobei mit Rohstofflieferanten, Feuerfestherstellern und Endanwendern die gesamte Wertschöpfungskette vertreten ist. Die Verbindung zu Fachverbänden wie dem Stahlinstitut VDEh, dem European Centre for Refractories (ECREF) oder dem Deutschen Institut für Feuerfest und Keramik (DIFK) illustriert diese Bandbreite.

Maßstäbe setzte das vom Gemeinschaftsausschuss initiierte Schwerpunktprogramm „Feuerfest – Initiative zur Reduzierung von Emissionen“ (FIRE), das die DFG seit 2009 fördert und das sich auf die Entwicklung kohlenstoffverminderter bzw. kohlenstofffreier Feuerfestmaterialien für Anwendungen unter hoher Thermoschockbelastung in der Stahlherstellung konzentriert.

  • Aufgreifen von wissenschaftlichen und industriellen Fragestellungen auf dem Gebiet Feuerfestwerkstoffe und - technologie
  • Erarbeiten eines wissenschaftlich fundierten Verständnisses zu mechanischen, thermischen, chemischen und funktionstechnischen Eigenschaften von Feuerfestwerkstoffen mit einer breiten Korngrößenverteilung von nm- bis zu mm-Korn und Werkstoffkompatibilität in Hochtemperaturanwendungen (Korrosion, Erosion, Thermoschock, Kriechen, Clogging).
  • Initiieren von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben: gemeinsame Projekte von Universitäten, Forschungsinstituten und der Industrie
  • Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitsgruppen, die auf dem Gebiet der Hochtemperaturwerkstoffe (Keramiken, Metalle, Verbundwerkstoffe) und Hochtemperaturanwendungen tätig sind, und Netzwerkbildung


A 5

Dr. Ahmad Al-Zoubi
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Prof. Dr. Christos G. Aneziris
TU Bergakademie Freiberg
Leiter
FA-Mitglied
Frank Ansorge
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
FA-Mitglied
Valetine Kubong Atanga
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
FA-Mitglied

B 5

Andreas Baaske
Thyssen Stahl AG
FA-Mitglied
Prof. Dr. Horst Biermann
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Prof. Dr. Christoph Broeckmann
RWTH Aachen University
FA-Mitglied
FA-Mitglied
FA-Mitglied

D 2

Steffen Dudczig
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Stephan Dunkel
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied

E 1


F 5

FA-Mitglied
Dr. Undine Fischer
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
FA-Mitglied
Ricardo Fricke
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
FA-Mitglied

G 5

FA-Mitglied
Prof. Dr. Anja Geigenmüller
Technische Universität Ilmenau
FA-Mitglied
Sara Grützner
CleanDieselCeramics GmbH
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Ingo Götschel
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied

H 9

Kristin Haderk
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Michael Hampel
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Dr. Andreas Handschuh
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Jarno Hein
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Dimitri Henneberg
Universität Kassel
FA-Mitglied
Carsten Holl
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Jana Hubálková
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Kathrin Häußler
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Dr. Diethard Höhne
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied

J 1

Dr. Helge Jansen
Refratechnik Steel GmbH
FA-Mitglied

K 8

Axel Kammerer
Lapp Insulators GmbH
FA-Mitglied
Dr. Frank Kampmann
Systec System- und Anlagetechnik GmbH & Co. KG
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Andreas Kindermann
Treibacher Schleifmittel Zschornewitz GmbH
FA-Mitglied
Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
01.08.2016
Uwe Klippel
Conrad Liphart & Söhne GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Georgios Kostakis
Technical University of Crete
FA-Mitglied
Prof. Dr. Olaf Krause
Hochschule Koblenz
FA-Mitglied

L 3

Michael Landgraf
Systec System- und Anlagetechnik GmbH & Co. KG
FA-Mitglied
Katharina Lehmann
BTU Cottbus - Senftenberg
FA-Mitglied
Konrad Liphardt
Conrad Liphart & Söhne GmbH
FA-Mitglied

M 7

Stefano Martelli
Centro Sviluppa Materiali S.p.A.
FA-Mitglied
Dr. Dieter Melzer
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Prof. Dr. Bernd Meyer
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Prof. Dr. Alexander Michaelis
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Wagner Moulin Silva
Magnesita Refractories GmbH
FA-Mitglied
FA-Mitglied

O 1

Dr.-Ing. Karen Otten
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
11.07.2017

P 3

Dr. Uwe Petasch
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Ewald Pfaff
RWTH Aachen University
FA-Mitglied
Dr. Denis Pilipenko
Universität Bayreuth
FA-Mitglied

Q 1

Prof. Dr. Peter Quirmbach
Universität Koblenz-Landau
FA-Mitglied

R 7

Jürgen Rank
Promat GmbH
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Frank Richter
Mineralmahlwerk Westerwald Horn GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Andreas Ricoeur
Universität Kassel
FA-Mitglied
Matthias Roth
Systec System- und Anlagetechnik GmbH & Co. KG
FA-Mitglied
Vasileios Roungos
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied

S 21

Sebastian Sachse
C.A.R.R.D GmbH
FA-Mitglied
Sven-Olaf Sauke
ZPF therm Maschinenbau GmbH
FA-Mitglied
Karin Scharrer
Göller Verlag GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Michael Scheffler
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
FA-Mitglied
Uwe Scheithauer
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Thomas Schemmel
Refratechnik Steel GmbH
FA-Mitglied
Prof. Ernst Schlegel
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Marion Schnabel
Almatis Headquarters
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Hans-Jürgen Schneider
Calsitherm Verwaltungs GmbH
FA-Mitglied
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Katharina Schwarz
Hochschule Koblenz
FA-Mitglied
Dr. Gerhard Seifert
Fraunhofer ISC - Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL
FA-Mitglied
01.08.2017
Dr. Harald Seifert
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Erik Skiera
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
Volker Stein
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Josef Suren
Hexion Speciality Chemicals GmbH
FA-Mitglied
Hartmut Süß
Conrad Liphart & Söhne GmbH
FA-Mitglied

T 4

Dr. Corinna Thomser
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
Dr. Thorsten Tonnesen
RWTH Aachen University
FA-Mitglied
Nicolas Traon
RWTH Aachen University
FA-Mitglied
Prof. Dr. Dimosthenis Trimis
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied

U 1

Joachim Ulbricht
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied

V 2

Christoph von Gynz-Rekowski
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied

W 3

FA-Mitglied
Matthias Wolf
BTU Cottbus - Senftenberg
FA-Mitglied
FA-Mitglied

Z 4

René Zehmisch
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Dr. Shaowei Zhang
The University of Sheffield
FA-Mitglied
Dr. Michael Zins
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Vergangene Termine


Gemeinschaftsausschuss Feuerfestwerkstoffe - 9. Freiberger Feuerfestforum
  • 12.12. - 12.12.2018
  • TU Bergakademie Freiberg, Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik, Agricolastraße 17, Freiberg | Freiberg
Details

Gemeinschaftsausschuss Feuerfestwerkstoffe - 8. Freiberger Feuerfestforum
  • 13.12. - 13.12.2017
  • TU Bergakademie Freiberg | Freiberg
Details

Gemeinschaftsausschuss Feuerfestwerkstoffe - 7. Freiberger Feuerfestforum
  • 14.12. - 14.12.2016
  • TU Bergakademie Freiberg | Freiberg
Details

Gemeinschaftsausschuss Feuerfestwerkstoffe - 6. Freiberger Feuerfestforum
  • 08.12. - 09.12.2015
  • TU Bergakademie Freiberg | Freiberg
Details

Gemeinschaftsausschuss Feuerfestwerkstoffe - 5. Freiberger Feuerfestforum
  • 26.11. - 12.12.2014
  • TU Bergakademie Freiberg | Freiberg
Details

Beständig bei Hitze. Feuerfestwerkstoffe

Feuerfeste Werkstoffe (Keramiken, Metalle, Verbundwerkstoffe) kommen bei Temperaturen von mehr als 600° Celsius zum Einsatz. Für die heutige Gesellschaft und ein lebenswertes Umfeld sind sie unersetzlich. Ohne sie wäre die Stromerzeugung ebenso unmöglich wie die Herstellung von Metallen, Zement, Keramik und Glas. In der Industrie werden feuerfeste Werkstoffe vor allem für Ofenauskleidungen im Schmelzprozess mit hohen Temperaturen benötigt, etwa bei der Herstellung und Verarbeitung von Aluminium, Eisen und Stahl.

Dabei leistet die Entwicklung neuartiger feuerfester Werkstoffe für leistungsfähigere Bauteile mit höherer Lebensdauer und verbesserten Eigenschaften etwa im Bereich der Hochtemperaturanwendung einen zentralen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit – und damit zu mehr Umweltschutz. Aus wirtschaftlicher Sicht führen diese Neuentwicklungen zu Kosteneinsparungen und bewirken, dass Deutschland auf internationaler Ebene seine innovative Stellung auch in der Zukunft behaupten kann.
Um dieses Ziel zu erreichen, muss der gesamte Themenbogen von den Rohstoffen über die Verarbeitung und den Hochtemperatureinsatz bis hin zum Rückbau inklusive des Recyclings im Fokus der Forschung stehen, wobei jeder Bereich jeweils von den dazu gehörigen analytischen, prüftechnischen und modellierungstechnischen Fragestellungen begleitet werden sollte.

Transferprojekte fördern!

Aktuell beschäftigt sich die Forschung vor allem mit der Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und der Fähigkeit von Feuerfestwerkstoffen zur CO2-Reduktion. Des Weiteren stehen Fragen zur Rohstoffverfügbarkeit und Rohstoffqualität im Fokus, aber auch zu umweltfreundlichen Bindemitteln für Feuerfestanwendungen – Bereiche mit großer Komplexität und einer Vielzahl zu berücksichtigen -der Aspekte. Die Forschung in Deutschland nimmt diese Herausforderungen an, wie an der Einrichtung von zahlreichen Grundlagenforschungsprojekten deutlich wird.

Für aktuelle und zukünftige Innovationen ist es aber auch wichtig, die Grundlagenforschung mit der Anwendung noch stärker als bisher in Einklang zu bringen, um Erkenntnisse möglichst schnell in die Praxis zu überführen. Ein wichtiger Ansatz hierzu sind sogenannte Transferprojekte, die beispielsweise von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und von Industrieverbänden wie dem Stahlinstitut VDEh im Sinne einer umweltfreundlichen Industrieproduktion unterstützt werden. Hier besteht weiterer Handlungsbedarf.