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15 Jahre Bologna – Bolognakonferenz des fzs in Bonn

Einführung in den Bolognaprozess

Posterausstellung zum Thema Akkreditierung

Podiumssikussion "Was erwarten wir uns von Bologna 2015" unter Beteiligung der BuFaTa MatWerk

Auswertung und Vorstellung der Werkstattphasen zu den Themen innerdeutsche Mobilität und Masterplätze

Zusammenfassung und Fazit der Konferenz

Seit 15 Jahren wird der Alltag deutscher Studierender maßgeblich durch den Bolognaprozess und seine Umsetzung In den 16 Bundesländern Deutschlands geprägt. Vieles hat sich während der Umsetzung nicht entsprechend den Vorstellungen der Studierenden entwickelt. Auf Initiative des freien Zusammenschlusses aller Studierendenschaften (fzs) wurde eine Onlineumfrage durchgeführt um den Stand des Bolognaprozess von Studierendenseite zu evaluieren. In Bonn wurden am 31.7 und 1.8.2014 erste Ergebnisse der Umfrage vorgestellt und Probleme sowie Perspektiven für eine weiter Ausgestaltung der Umstrukturierung des deutschen Hochschulraums mit Blick auf die Minesterkonferenz in Armenien diskutiert. Als zentrale Vorderungen der Studierenden gelten: Mobilität – Durch unflexible Anerkennung und starke Formalisierung werden Richtlinien der Lissabonkonvention von Verwaltung und einzelnen Verantwortlichen nicht genügend umgesetzt um eine Mobilität zwischen innerdeutschen Hochschulen sowie im europäischen Raum in einer gerechten und angemessenen Art zu gewährleisten Konsekutiver Masterzugang – Der Bachelor ist für die breite Masse nicht, wie bei der Umstellung zu einem 2-gliedrigen Abschlusssystem beabsichtigt, berufsqualifizierend. Als Konsequenz daraus sind nicht genügend Masterplätze vorhanden um der Nachfrage gerecht zu werden. Es wird eine umfassende Masterplatzgarantie gefordert, was beinhaltet den Protektionismus an Hochschulen gegenüber Bewerber*innen auf Masterstudienplätze, welcher sich neben geforderten Notendurchschnitten durch an Studierende gestellte Spezialanforderung äußert, abzuschaffen, sowie deutschlandweit Kapazitäten für Masterstudienplätze an Hochschulen zu erhöhen. Regelstudienzeit – den meisten Studierenden ist es nicht möglich bei gegebener Regelstudienzeit einen Abschluss zu erlangen. Es wird eine Neubetrachtung des Themas Regelstudienzeit und der damit verbundenen Studierendenfinanzierung gefordert. des Studiensystems. Statt mehr Gelder in das marode Bildungssystem zu investieren, müssen die Länder aufgrund der Schuldenbremse den Hochschulen weiter Gelder entziehen. Es wird in Zusammenhang mit dem Bolognaprozess die Abschaffung des Koorperationsverbots und eine Überdenkung des Bildungsförderalismus gefordert Trotzdem möchten die Studierenden betonen, dass die Bolognareform an sich Potential in sich birgt, die Umsetzung in Deutschland jedoch nicht zum Vorteil der Studierenden verläuft. Durch hohe Prüfungsbelastungen und sogennantes Bolemielernen wird den Studierenden oft die Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung während des Studiums genommen. Eine Qualifizierung im Sinn der Berufsbefähigung ist in vielen Fällen amzuzweifeln. Dies ist für die deutsche Gesellschaft und für die Wirtschaft fatal. Deswegen muss der deutsche Bolognaprozess unter Einbeziehung von Studierenden auf allen Ebenen neu betrachtet, evaluiert und gezielt in seiner Umsetzung verändert werden. Die Bundesfachschaftentagung Materialwissenschaften und Werkstofftechnik war durch einen offiziellen Vertreter repräsentiert und wird Ergebnisse und Forderungen der Konferenz auf der nächsten Tagung evaluieren, bewerten und gegebenfalls kommentieren.

Bundesfachschaftentagung Materialwissenschaften und Werkstofftechnik
Kontakt: bufata-matwerk@fsmuw.rwth-aachen.de
Vorsitzender: Rai Rochlus
Stellvertreter: Stephan Siewert