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Das Herz der DGM schlägt in ihren Fachausschüssen und Arbeitskreisen – Die Klausur der Fachausschuss- und Arbeitskreisleiter tagt traditionell zum DGM-Tag

Die Leiter der DGM-Fachausschüsse und Arbeitskreise tagen erstmals gemeinsam mit den Fortbildungsleitern - Sprecher: Dr.-Ing. Hilmar Müller (stehend links) und Prof. Dr. Klaus Jandt (sitzend vorn)

Die Fachausschüsse bilden das Rückgrat der inhaltlichen Weiterentwicklung der DGM. Der regelmäßige Austausch über neue Trends in den vielen Facetten des Fachgebietes Materialwissenschaft und Werkstofftechnik hat eine lange Tradition. Von A wie Aluminium bis Z wie Ziehen finden Wissenschaftler und Industrievertreter zu allen Themen kompetente Ansprechpartner und Veranstaltungen zu ihren Interessensgebieten. Dazu bestehen langjährige Kooperationen in Form von Gemeinschaftsausschüssen und Arbeitsgemeinschaften mit anderen Organisationen aus dem Fachgebiet.

Die thematische Ausrichtung und Arbeitsweise der Fachausschüsse, Gemeinschaftsausschüsse und Arbeitskreise wird durch die Ehrenamtlichen weitgehend selbständig vorgenommen. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass die Angebote der Fachausschüsse sich ständig am Bedarf der Forschungscommunity orientieren. Trotz dieser Autonomie sollen keine abgeschlossenen Gruppen entstehen. In vielen Bereichen existieren thematische Schnittstellen und Koordinierungsbedarf um Synergien zu identifizieren und Doppelarbeiten zu vermeiden. Diese Ansatzpunkte zu identifizieren ist die Aufgabe, die sich die Klausur der Fachausschuss- und Arbeitskreisleiter gestellt hat. Auf dem DGM-Tag am 22. September 2014 fand die diesjährige Klausur unter der Leitung der Sprecher Prof. Klaus Jandt und Dr. Hilmar Müller statt.

Prof. Dr. Andrés Lasagni berichtete über den neu eingerichteten Fachausschuss „Funktionalisierung von Oberflächen mittels Mikro-/Nano-Strukturierungsverfahren“, dessen erste Sitzung am 07. Oktober 2014 in Dresden stattfindet. Prof. Dr. Simon Reichenstein informierte über einen Arbeitskreis „Schädigungsmechanismen in Aluminiumprodukten“ im Fachausschuss „Aluminium“.

Mit der wachsenden Bedeutung des europäischen Forschungsraumes sowie zunehmenden internationalen Zusammenarbeit in Forschung und Industrie, gewinnt auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit der Ausschüsse an Bedeutung. Der Leiter des Fachausschusses Aluminium und ehemalige Sprecher der Klausur, Prof. Jürgen Hirsch, zeigte Ansätze der Zusammenarbeit, z.B. mit seinen französischen oder britischen Pendants auf. Die Vorzüge gegenseitiger Lerneffekte und die Nutzung von Synergien liegen auf der Hand. Mit Blick auf die EU-Forschungsförderung würde sich durch eine Internationalisierung zudem Potenziale für Forschungsprojekte im Rahmen von Förderprogrammen wie EUREKA und Horizon 2020 anbieten.

 

Das zentrale gemeinsame Projekt der Fachausschüsse im Jahr 2015 wird die Werkstoffwoche sein (www.werkstoffwoche.de). Die Mehrzahl der Symposien bei dieser Veranstaltung wird wesentlich durch die DGM-Fachausschüsse und -Arbeitskreise ausgestaltet. Außerdem beteiligt sind das Stahlinstitut VDEh und DVM. Als Forschungsagenda wird in den kommenden Monaten eine Broschüre zum Forschungsbedarf aus Sicht der Fachausschüsse entstehen. Ziel der Publikation ist, die Tragweite  Ehrenamtlicher Arbeit der Ausschüsse der Fachöffentlichkeit zu vergegenwärtigen. Außerdem werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die erforderlich sind, damit Deutschland seine gute Wettbewerbssituation in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik langfristig behaupten kann.