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DGM-Ausstellung Forschungsexpedition MatWerk in Leipzig zu Besuch

Eine Ausstellung der besonderen Art ist derzeit im Rathaus Markranstädt zu sehen: Sechs Stationen laden zum Ausprobieren ein. Es handelt sich dabei um physikalische Experimente.

Ausstellung mit Experimenten im Rathaus in Markranstädt. Noah (vorn rechts) und Schulleiter René Schulz probieren das Spektrometer, Beate Lehmann und Jannik (hinten rechts) die Station Magnetische Flüssigkeit. Quelle: Kempner

Markranstädt

„Wir wollten mal eine andere Ausstellung als Bilder“, sagt Markranstädts Erste Beigeordnete Beate Lehmann. „Und ich bin froh, dass wir sie jetzt haben.“ Im Foyer des Bürgerrathauses ist die Schau noch bis zum 15. September zu sehen – „Forschungsexpedition zu Gast in Markranstädt“.

Möglich gemacht hatte das der Schulleiter des Gymnasiums René Schulz. „Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde hat diese Ausstellung kreiert“, erklärt er. Das Gymnasium hat die Schirmherrschaft übernommen, zu sehen sind sechs Exponate, die zum Mitmachen und Ausprobieren einladen.

Beim Exponat „Gedächtnismetall“ dreht sich beispielsweise alles um eine Spiralfeder, die beliebt verformt und mittels Heißluft wieder in die Ursprungsform gebracht werden kann. Ebenfalls spannend: Ein Spektrometer, das mittels Sonde das Spektrum verschiedener Lichtquellen untersucht. „Damit kann man deutlich machen, dass beispielsweise LED-Licht zu Konzentrations- und Einschlafproblemen führen kann“, so Schulz. Denn: Das LED bewegt sich vor allem im blauen Spektrum, was auf unseren Körper unruhig wirkt. Besser sei da das Licht einer Energiesparlampe, so Schulz. Eine Erkenntnis, die man künftig auch beim Einrichten von Klassenräumen nutzen könne, ergänzt die Erste Beigeordnete.

Übrigens: Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde sucht eine Institution, bei der die Ausstellung dauerhaft gut aufgehoben ist – und auch genutzt wird.

Von Linda Polenz