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DGM/DVM-Gemeinschaftsarbeitskreis Materialermüdung traf sich am 11. und 12. April bei Bosch in Stuttgart-Feuerbach

Mit Musik aus einem Original-Bosch-Grammophon aus der Vorkriegszeit begann die Frühjahrssitzung des Arbeitskreises Material­ermüdung im Bosch-Archiv in Stuttgart-Feuerbach. Diese führte in eine spannende Zeitreise von der ersten Magnetzündung, die Robert Bosch noch in einer Hinterhofwerkstatt für die ersten Automobile entwickelt hat, bis zum Aufbau eines Weltkonzerns, den Bosch heute darstellt. In seiner Begrüßung verwies Dr. Manfred Bacher-Höchst, der gemeinsam mit Frau Dr. Petra Sonnweber-Ribic Gastgeber der Sitzung war, auf die immense Bedeutung der Forschung im Bosch-Konzern, insbesondere auch bei der Entwicklung schwingfester Konstruktionswerkstoffe. Daran orientierten sich auch die ersten Vorträge der Sitzung, die das Thema "Very High Cycle Fatigue" gemeinsam hatten. Hier wurden neben Fragen der Prüftechnik vor allem Mechanismen diskutiert, die auch nach Lastspielzahlen von mehr als 1 Milliarde zum Bauteilversagen führen. Zwei lebhaft diskutierte Beiträge aus Leoben schlossen das Sitzungsprogramm für den ersten Tag ab, der im Anschluss mit einem ausgiebigen gemeinsamen Abendessen im Messehotel Europe ausklang.

Der Vormittag der traditionell an zwei halben Tagen stattfindenden Arbeitskreissitzungen führte zu ungewöhnlichen Methoden und Werkstoffen. Themen wie die Lebensdauervorhersage mittels zyklischer Härteprüfung oder die Verwendung von faseroptischen Dehnungssensoren stießen auf große Resonanz bei den über 50 Teilnehmern der Sitzung.

Nähere Informationen und Kurzfassungen der Beiträge steht Ihnen hier als PDF zur Verfügung:
http://www.dgm.de/download/AK_Materialermuedung.pdf

Das Feedback der Teilnehmer machte einmal mehr deutlich, von welcher Bedeutung die sachlich geführte und anregende Diskussion der Beiträge für die jeweils eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist. Die Arbeitskreisleiter, Prof. Krupp (DGM) und Prof. Biallas (DVM) bestätigen, dass die hohe praktische Relevanz und Breite des Arbeitsgebietes zeige, dass der Arbeitskreis ein gutes Format zum Informationsaustausch zwischen Wissenschaft und Anwendung bilde.

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises Materialermüdung findet am 26. und 27. September 2013 an der Technischen Universität Dortmund (Prof. Frank Walther) statt. Interessenten und Vortragsanmeldungen sind herzlich willkommen.

Kontakt:
u.krupp@hs-osnabrueck.de
gerhard.biallas@haw-hamburg.de

 

Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp
Hochschule Osnabrück