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Fachausschuss Hybride Werkstoffe und Strukturen tagt an der TU Kaiserslautern

Teilnehmer der Herbstsitzung am 09.10.13 an der TU Kaiserslautern des FA „Hybride Werkstoffe und Strukturen“

Der 2012 gegründete Fachausschuss „Hybride Werkstoffe und Strukturen“ tagte am 9. Oktober 2013 nach Veranstaltungen in Köln und Bremen erstmalig  in Kaiserslautern.

Am Vorabend trafen sich zunächst die aus ganz Deutschland angereisten Mitglieder des Fachausschusses (FA) zum geselligen Beisammensein und ersten Vorabgesprächen. Die Vortragsveranstaltung startete in der Rotunde der TU Kaiserslautern zunächst mit einer Begrüßung durch den FA-Leiter Dr. Joachim Hausmann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Die erfreulich große Teilnehmerzahl von 33 Vertretern aus Wissenschaft und Forschung wurde anschließend durch den Gastgeber, Dr. Frank Balle vom Lehrstuhl für Werkstoffkunde (WKK), begrüßt. Er informierte über die TU Kaiserslautern sowie den Landesforschungsschwerpunkt Advanced Materials Engineering (AME), der die Herbst-Veranstaltung inhaltlich und finanziell unterstützt hat. In AME werden neben monolithischen Hochleistungswerkstoffen auf metallischer und polymerer Basis intensiv Fragestellungen zu hybriden Systemen an der TU Kaiserslautern betrachtet. Dieser wissenschaftliche Schwerpunkt spiegelte sich auch in insgesamt vier Fachvorträgen des Instituts für Oberflächen und Schichtanalytik (IFOS, Dr. Stefan Emrich), des Instituts für Verbundwerkstoffe (IVW, Dr. Magin, Dr. Sorochynska) sowie des Lehrstuhls für Werkstoffkunde (WKK, Dr. Balle, Dr. Wagner) wieder. 

Den Auftakt der Veranstaltung bildete unter der Diskussionsleitung von Dr. Axel von Hehl (IWT, Bremen) ein Übersichtsvortrag von Dr. Christian Weimer (EADS Innovation Works, Ottobrunn) zu zukünftigen Fügetechnologien für hybride Werkstoffsysteme im Luftfahrzeugbau. Es folgten weitere Vorträge zur mikrostrukturellen Charakterisierung von Metall/CFK-Verbunden sowie deren Ermüdungsverhalten. Ferner wurden Arbeiten zu den mechanischen Eigenschaften von Thermoplast-Duroplast-Verbindungen vorgestellt. Die Kaffee- und Mittagspause wurde vom ebenfalls hybriden Teilnehmerkreis aus Hochschule, Forschungsinstituten sowie forschenden Industrieunternehmen bestens genutzt, um Ergebnisse sowie Ideen im persönlichen Dialog zu diskutieren.

Die Nachmittagssitzung war inhaltlich durch metallische Mischverbunde geprägt, die streng genommen nicht zu den hybriden Werkstoffsystemen gezählt werden können. Es ergeben sich jedoch kongruente Fragestellungen, die für die Interessen der Fachausschuss-Mitglieder von hohem Interesse sind, so dass auch zukünftig Vorträge zu metallischen oder polymeren Mischverbindungen zur Diskussion gestellt werden sollen. Im Anschluss an das Vortragsprogramm bestand die Möglichkeit die gastgebenden Institute (WKK und IVW) und deren experimentelle sowie analytische Ausstattung zu besichtigen.

Die nächste Sitzung des Fachausschusses findet im Rahmen der Fachkonferenz „Euro-Hybrid – Materials and Structures“ am 10. April 2014 in Stade statt.

Dr.-Ing. Frank Balle

TU Kaiserslautern, Lehrstuhl für Werkstoffkunde