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Fachausschuss Materialographie: Arbeitskreis Quantitative Gefügeanalyse wird reaktiviert

Nach einer längeren Pause wurde der Arbeitskreis „Quantitative Gefügeanalyse“ des Fachausschusses „Materialographie“ wieder belebt. Das erste Treffen fand in den Räumen der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI e.V.) in Berlin statt.  Trotz relativ kurzfristiger Terminfestlegung und Grippewelle nahmen an der konstituierenden Sitzung am 25. und 26. Februar 40 MatWerker teil.

Ulrich Sonntag von der GFaI e.V. und Leiter des Arbeitskreises Quantitative Gefügeanalyse freute sich über die große Resonanz: „Das Kick off-Meeting hat gezeigt, dass das Interesse an der Aufbereitung konkreter Fälle sehr groß ist.“

Der Arbeitskreis besteht zurzeit aus 52 Mitgliedern aus 36 Institutionen, wobei einige hiervon über mehrere Standorte verteilt sind. Insgesamt engagieren sich 22 Institutionen aus dem industriellen Bereich und 14 Forschungseinrichtungen.

Eines der Hauptziele besteht darin, die Methoden der quantitativen Gefügeanalyse praxistauglich umzusetzen und sie einem breiten Kreis von Anwendern zur Verfügung zu stellen. Das erste Treffen diente in erster Linie der Themenfindung. Vorträge aus den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten informierten die Teilnehmer unterstützend dazu.

So wurden schließlich folgende Schwerpunkte herausgearbeitet:

· Messmittel und Untersuchungen zu Messunsicherheiten und Reproduzierbarkeit
· Eisenguss (allgemein und konkret für ISO-945-2)
· Charakterisierung von Porositäten
· Systematisierung der Schichtdickenbestimmung
· Gefügequantifizierung an diversen Materialien
· Auswertungen am Rasterelektronenmikroskop (EDS und EBSD)

Des Weiteren erfolgten auch Abstimmungen zu den Tätigkeiten anderer Arbeitskreise. So gab Dr. Etzold Informationen über die Aktivitäten des „FA Metallographie, Gefüge- und Werkstoffmikroanalytik“ vom Stahlinstitut VDEh. Daraus folgernd wird der Arbeitskreis Quantitative Gefügeanalyse den Aufgabenbereich Stahl nicht oder ausgewählte Themen nur in Abstimmung mit dem genannten Stahl-Arbeitskreis betrachten.

Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden schließlich in zwangloser Runde Kontakte geknüpft und vertiefende Gespräche zu dem einen oder anderen Fachthema geführt.

Außerdem konnten die Teilnehmer die GfaI auf einem Rundgang näher kennen lernen. Hier wurden auch Anwendungsbeispiele aus der Bildverarbeitung, Robotik und 3D-Datenverarbeitung aufgezeigt.

Es sind zwei AK-Treffen pro Jahr geplant. Die nächste Veranstaltung findet im 2.Halbjahr im IABG in Ottobrunn statt; der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. 

Ulrich Sonntag

Facharbeitskreis Quantitative Gefügeanalyse

 

Über den Materialographie-Arbeitskreis „Quantitative Gefügeanalyse“

Der Arbeitskreis Quantitative Gefügeanalyse soll sich mit Fragestellungen zu Gefügeparametern beschäftigen, die aus Abbildungen ermittelt werden.  Dabei sind insbesondere solche Kenngrößen von Interesse, die in einem engen Zusammenhang mit den Herstellungsbedingungen oder den Werkstoffeigenschaften stehen.

Im Zuge der gestiegenen Anforderungen an die Qualitätssicherung müssen hierfür die verfügbaren Analysemöglichkeiten verbessert werden sowie subjektive Einschätzungen durch objektive und reproduzierbare Bewertungskriterien abgelöst werden.

Die inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte entnehmen Sie bitte hier: http://www.dgm.de/dgm/html/verein_ausschuesse.php?cat=15