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Fachausschuss Ziehen zu Besuch im Metallwerk bei der Emil Müller GmbH

Am 20. Februar traf sich der DGM-Fachausschuss „Ziehen“ zu seiner Jahrestagung im Metallwerk der Firma Emil Müller in Reichshof-Hespert. Zum ersten Mal mit dabei war Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer, Geschäftsführendes DGM-Vorstandsmitglied, der über die Werkstofftagung 1927 in Berlin referierte. Der Fachausschuss „Ziehen“ trifft sich einmal jährlich zum Austausch aktueller Informationen und zur Berichterstattung über die in den Arbeitskreisen „Rohrziehen“ und „Drahtziehen“ laufenden Aktivitäten und Ergebnisse.

Die Firma Emil Müller GmbH Metallwerk ist ein mittelständiges Unternehmen, das in der dritten Generation auf eine über 60-jährige Erfahrung in der Herstellung von nahtlosen Rohren und Profilen auf Kupferbasis zurückblicken kann und zu den führenden Spezialisten in der Branche zählt. Flexibilität, kurze Lieferzeiten und auch kleine Losgrößen qualitativ hochwertiger Produkte sind die Merkmale dieses Unternehmens.

Bereits am Vortag kamen etwa 30 Teilnehmer der beiden Arbeitskreise zu ihrem halbjährlich stattfindenden Treffen zusammen. Sie diskutierten über den Stand laufender Untersuchungen sowie zukünftige Forschungsschwerpunkte. Anschließend war Gelegenheit einen in der Nähe gelegenen, rekonstruierten Hochofen aus dem Mittelalter zu besichtigen und interessante Informationen über die industrielle Entwicklung und Kultur dieser geschichtsträchtigen Gegend des Bergischen Lands zu erhalten. Mit Pechfackeln ausgestattet ging es dann zurück zum Hotel, in dem man in großer Runde gemeinsam den Abend verbrachte und debattierte.

Die Hauptsitzung am 20. Februar war angereichert mit aktuellen Fachbeiträgen zum Thema „Plasmaglühen“ und „Adiabatisches Trennen“, die uns von zwei externen Referenten vermittelt wurden. Nach dem offiziellen Vortragsteil und der Information aus der Arbeit der DGM konnten die Teilnehmer einen Teil der Produktionsanlagen der Firma Emil Müller GmbH Metallwerk zu besichtigen. Hier wurde deutlich, warum „Flexibilität“ als ein Verkaufsargument seine Bedeutung hat: Ein mit unterschiedlichsten Abmessungen und Sorten gefülltes Vormateriallager schafft die Voraussetzung kurzer Auftragszeiten. Die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Anlagen unterschiedlichster Auslegung ermöglicht auch die Annahme kleinvolumiger Aufträge, so dass das Fertigungsprogramm einen Abmessungsbereich von 1 bis 65 mm Außendurchmesser und Wandstärken von 0,1 bis 6,0 mm umfasst. Geliefert werden Längen von 10 bis 15.000 mm oder auch Coils bis 250 kg. Am frühen Nachmittag begaben sich die Teilnehmer dann auf den Heimweg.

Die nächste Sitzung ist für Februar 2014 vorgesehen. Ort und genauer Termin werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Fachausschussleiter
Prof. Dr.-Ing. H. Palkowski, TU Clausthal
heinz.palkowski@tu-clausthal.de

 

Über den Fachausschuss „Ziehen“
Der DGM-Fachauschuss „Ziehen“ blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück. Er setzt sich zusammen aus Vertretern der Industrie und universitärer Einrichtungen, die sich im Bereich des Ziehens metallischer Werkstoffe engagieren. Der FA ist untergliedert in die Arbeitskreise „Draht und Stangen“ sowie „Rohre und Profile“.