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Friction, Wear and Wear Protection 2014

Vom 6. bis zum 8. Mai fand in Karlsruhe das dritte europäische Symposium „Friction, Wear and Wear Protection“ statt. Nahezu 200 Teilnehmer aus 24 Ländern diskutierten drei Tage lang aktuelle Fragestellungen und neue Erkenntnisse zur Reibungs- und Verschleißreduktion.

Vier spannende Plenarvorträge aus sehr unterschiedlichen Gebieten der Tribologie eröffneten die Tagung. So gab Dr. Somuri Prasad einen Einblick in die Entwicklung neuer Trockenschmierstoffe am Sandia National Laboratory. Prof. Markus Wimmer, Chicago, diskutierte Probleme beim Einsatz von metallischen Hüftgelenken und Prof. Staffan Jacobson aus Uppsala zeigte Forschungsergebnisse zur Bildung von Triboschichten auf Einlassventilen von Nutzfahrzeugen auf. Wachsende Bedeutung erhält in der Tribologie die Simulation. Dies zeigten der Plenarvortrag von Dirk Bartel aus Magdeburg sowie zwei Sessions zu diesem Thema, bei der sehr spannende Arbeiten zu Moleculardynamiksimulation gezeigt wurden. 

Eine optimale Plattform zum Vernetzen boten die Poster- und Industriestellung. Zwischen wissenschaftlichen Postern und Ausstellungsständen von zehn Industrieunternehmen kamen die Teilnehmer in den Pausen in rege Gespräche. Diese konnten die Teilnehmer am Abend während eines stimmungsvollen Abends fortsetzen. Während des Konferenzdinners erklärte Prof. Matthias Scherge vom MikrotribologieCentrum µTC wie Athleten bei den Paralympics mit wissenschaftlichen Lösungen der Tribologieforschung und der generativen Fertigung in Sotchi unterstützt werden konnten. Die Tagung wurde mit einem spannenden Vortrag zur Reibung von Graphenlagen von einem der Pioniere der Nanotribologie, Prof. Miquel Salmeron, Berkeley abgerundet.

Die Chairmen des Symposiums, Matthias Scherge und Martin Dienwiebel, bedanken sich bei allen Teilnehmern für die Einreichung ihrer interessanten Beiträge und der DGM für die Organisation der Konferenz.