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GfKORR-Jahrestagung "Untersucht, geprüft und dann ... Lässt sich Korrosion vorhersagen?" – 18.-19.11.2013

Bei Fragen zur Korrosion und geeigneten Schutzmaßnahmen wird man zwangsläufig mit Prüf- und Untersuchungsverfahren konfrontiert. Daraus gewonnene Ergebnisse sollen z. B. eine Eignung von Werkstoffen oder Schutzsystemen unter spezifischen Einsatzbedingungen, den Nachweis einer gleich- bleibenden Qualität von Produkten, die Vergleichbarkeit bekannter mit neuen Korrosionsschutzkonzepten oder den Wirkungsnachweis gezielter Systemeingriffe belegen. Aus dem Blickwinkel verschiedener Branchen ergeben sich Anforderungsprofile, aus denen sich unterschiedliche Strategien der Prüf- und Untersuchungsverfahren ableiten. Aber was lässt sich aus den Ergebnissen von Untersuchungen und Prüfungen schlussfolgern? Und wie können daraus Prognosen zur Dauerhaftigkeit unter den Beanspruchungsbedingungen aufgestellt werden?

Bei der Anwendung von Prüfverfahren geht es vor allem um den Nachweis der Einhaltung bestimmter, zuvor definierter Kriterien von Schutzsystemen. Sie dienen aber auch dem Ranking von Schutzsystemen und Werkstoffen hinsichtlich der Beständigkeit. Die Randbedingungen von Prüfverfahren sind in den Regelwerken festgeschrieben, um eine Vergleichbarkeit der Prüfergebnisse sicherzustellen. Dem Wunsch nach möglichst kurzen Prüfzeiten entsprechend, sind die Prüfbedingungen verschärft und daher meist praxisfern. Aussagen für das Verhalten in der Praxis sind nur möglich, wenn praktische Erfahrungen mit den Produkten vorliegen und das beobachtete Verhalten mit vorliegenden Prüfergebnissen korreliert.

Untersuchungsverfahren gestatten die systematische Beschreibung von Korrosionssystemen, wenn geeignete Randbedingungen gewählt werden. Dann können die Wirkmechanismen von Maßnahmen des Korrosionsschutzes ebenso dargestellt werden, wie spezifische Versagensmechanismen von Werkstoff-Medien-Systemen. Die Untersuchungsverfahren können dabei innerhalb bestimmter Grenzen mit großer Flexibilität gehandhabt werden, solange die Korrosionsmechanismen nicht verändert werden. Die Ergebnisse gestatten zusammen mit grundlegenden Kenntnissen und Erfahrungen bessere Vorhersagen zum Korrosionsverhalten.

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