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Herbstsitzung des DGM/DVM-Gemeinschaftsarbeitskreis Materialermüdung

Am 26. und 27. September 2013 traf sich der DGM/DVM-Gemeinschaftsarbeitskreis Materialermüdung am Fachgebiet Werkstoffprüftechnik an der Technischen Universität Dortmund.

Selbst herrliches Spätsommerwetter gehörte zu den optimalen Rahmenbedingungen, für die Professor Frank Walther und sein Team an der TU Dortmund gesorgt hatten. So konnten sich die etwas früher angereisten Teilnehmer bei Kaffee und belegten Brötchen bereits vor der eigentlichen Arbeitskreissitzung in netter Atmosphäre austauschen. Diese Atmosphäre blieb auch während der gesamten Sitzung erhalten. Dabei wurde das Programm des ersten Tags fast vollständig durch wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Dortmund bestritten. Einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsgebiete aber auch in neue Lehrkonzepte gewährte der Einführungsvortrag des Gastgebers Professor Walther. Konkreter wurde dann auf Ermüdungsprobleme unterschiedlich gefertigter Gewinde, Lötverbindungen, Stahl-CFK-Hybridverbindungen und schließlich Buchenholz eingegangen. Zwei Beiträge kamen aus Österreich: Frau Perlega von der Boku Wien berichtete über ihre Arbeiten zur Rissausbreitung in Dampfturbinen, während Dr. Gänser die Abschätzbarkeit der Dauerfestigkeit auf der Basis der Zugfestigkeit diskutierte. Highlights des Programms waren sicherlich die Führung durch die Labore des Fachgebiets Werkstoffprüftechnik und die Besichtigung der stillgelegten Zeche Zollern, deren grandiose Architektur im Abendlicht zu einer ganz besonderen Geltung kam. Traditionell endete der erste Sitzungstag mit dem gemeinsamen Abendessen, diesmal im "Pferdestall" der Zeche Zollern. Der zweite Sitzungstag widmete sich einmal mehr vorrangig der Frage nach der Dauerfestigkeit. Mit Laser-Reparaturschweißungen, bainitischen Stählen, Aluminium-Matrix-Verbundwerkstoffen, Magnesiumdruckgusslegierungen standen hier technisch wichtige Problemstellungen im Vordergrund. Auf große Resonanz stieß auch die Entwicklung eines Modells zur geometrischen Definition des Korngrenzenwiderstands für die Ausbreitung kurzer Ermüdungsrisse.

Im Gespräch mit den 50 Teilnehmern der Sitzung wurde deutlich, dass nicht nur jeder aus der fachlichen Vielfalt etwas für seine eigene Arbeit mit nach Hause nehmen konnte, sondern auch neue Kontakte als Keimzelle für gemeinsame Forschungsprojekte  geknüpft wurden, so die Arbeitskreisleiter, Prof. Krupp (DGM) und Prof. Biallas (DVM). So soll auch dieser Beitrag einmal mehr als Ermutigung insbesondere für angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstanden werden, an Sitzungen des AK Materialermüdung teilzunehmen und Vorträge (gerne auch zu gerade begonnenen Arbeiten) anzumelden.

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises Materialermüdung findet am 3. und 4. April 2014 am IWT – Stiftung Institut für Werkstofftechnik in Bremen statt. Interessenten und Vortragsanmeldungen sind herzlich willkommen.

Die Teilnehmer der diesjährigen Herbstsitzung