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Liebe Mitglieder und Freunde der DGM,

seit einem Jahr hat unsere Geschäftsstelle nun wieder ihren Sitz in Berlin – jener Stadt also, in der sie vor fast 100 Jahren gegründet wurde.

Die Vorbereitungen des feierlichen Akts zum 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde 2019 in Berlin laufen bereits auf Hochtouren. Just in Time zum DGM-Tag 2017 ist auch die Publikation von Prof. Helmut Maier - DGM-Fachausschuss Geschichte - zum Thema „Das Jahr 1990 und die Wiedervereinigung der Deutschen Materialkundler und Werkstofftechniker“ erschienen. Die Bochumer Reihe zur Technik- und Umweltgeschichte führt historische Studien zusammen, die dem Charakter der Disziplin als multidisziplinäres Brückenfach entsprechend auch wissenschaftliche- und wirtschaftshistorische Fragestellungen bearbeitet.

Nach einigen strukturellen Änderungen in den letzten Jahren, die vor allem die Reaktivierung der INVENTUM GmbH sowie die Schaffung von Fachreferentenstellen betraf, ist die DGM also wieder in der Bundeshauptstadt angekommen. Die Resonanz sowohl von wissenschaftlicher Seite als auch von der Industrie ist großartig.

Die INVENTUM GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DGM, ist in St. Augustin angesiedelt und mit hervorragendem Fachpersonal ausgestattet. Die Mitarbeiter organisieren sowohl die Großveranstaltungen WerkstoffWoche und MSE, als auch die DGM-Fortbildungen und sind für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Daneben hat die DGM in den letzten Jahren eine Software entwickelt, die die Arbeitsprozesse von DGM und INVENTUM wesentlich beschleunigt und uns ermöglicht, die gewonnene Zeit nützlich für unsere DGM-Mitglieder einzusetzen.

Der neue Standort, der die DGM als Interessensvertretung ihrer Mitglieder vor allem enger mit der Politik verzahnen soll, hat bereits erste Früchte getragen. So waren wir auf unzähligen parlamentarischen Foren, Netzwerktreffen und Verbändesitzungen eingeladen, uns vorzustellen. Von der Bundeshauptstadt aus haben wir unser etabliertes Netzwerk an Experten und Firmen vergrößert. Und wir stoßen gezielt neue Kooperationen an, um Europas größte technisch-wissenschaftliche MatWerk-Fachgesellschaft immer weiter zu entwickeln.

Zudem haben wir die DGM-Fachausschüsse und Regionalforen verstärkt und ausgeweitet. Wir haben den DGM-Beirat aktiviert, dessen Mitglieder sich aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Forschungsförderung und Verbänden zusammensetzen. Des Weiteren haben wir ein Scientific Committee zum MSE-Kongress installiert, das bereits erfolgreich seine Arbeit aufgenommen hat. Die damit verbundene Intensivierung der internationalen Vernetzung von DGM-Mitgliedern, zu nennen wäre hier die Kooperation mit Argentinien zur MSE 2018 sowie das Memorandum of Understanding mit der The Minerals, Metals and Materials Society (TMS) durch intensive Bemühungen von Herrn Prof. Jürgen Hirsch, ist ein weiterer gelungener Meilenstein.

Der DGM-Kaminabend mit Plenardiskussion zur fachlichen Weiterentwicklung der DGM bei gleichzeitiger stärkerer Einbindung von engagierten DGM-Mitgliedern ist ein neues Format, das erstmalig zum DGM-Tag 2017 zum Themenspektrum „die Rolle der Werkstoffe bei der Additiven Fertigung und Digitalisierung“ in Dresdner Residenzschloss eingeführt wurde, wofür wir ausgesprochen viele positive Rückmeldungen erhalten haben. An dieser Stelle möchte ich mich für die positive Rückmeldungen und alle Beteiligten ganz herzlich bedanken.

Dieses Format wollen wir künftig im DGM-Tag etablieren, indem wir über aktuelle Themen mit unseren Mitgliedern und Experten unterschiedlicher MatWerk-Fachrichtungen diskutieren. Damit wir als Fachgesellschaft aktiv aktuelle Themenfelder an Politik, Wissenschaft und Wirtschaft adressieren.

Des Weiteren wollen wir in Zukunft verstärkt unsere Expertinnen in DGM-Gremien einbeziehen. Zum Auftakt fand 2017 zur Mitgliederversammlung eine Podiumsdiskussion zum Thema „Chancengleichheit“ statt. Die mit hochkarätige MatWerk-Expertinnen und -Experten, u. a mit Frau Prof. Christina Berger -TU- Darmstadt- und Frau Nicole Baumann - Eurofighter Pilotin und Astronauten-Trainee durch das Crowd-Funding Projekt „Die Astronautin“, besetzte Podiumsdiskussion war ebenfalls ein voller Erfolg.

Auch dem Nachwuchs wurde erstmalig beim Nachwuchsforum eine Vernetzungsplattform „Jung-DGM-Jahresversammlung“, das sogenannte Parlament der Nachwuchs-MatWerker, geschaffen. Damit sich die, inzwischen in der Anzahl 9, Jung-DGM-Ortsgruppen miteinander und fächerübergreifend vernetzen können.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen – von Berlin aus – proaktiv neue Ideen zu entwickeln! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude bei der Lektüre unseres neuen DGM-Newsletters.

Ihr

Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGM