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Liebe Mitglieder und Freunde der DGM, liebe Leserinnen und Leser

Hinter uns liegt ein schwieriges und herausforderndes Jahr 2020. Persönlich. Beruflich. Als Deutsche Gesellschaft für Materialkunde. Die nach wie vor anhaltende Corona-Pandemie hat viele Wissenschafts-Verbände in ihrer Funktionalität und ihrem operativen Handeln nachhaltig verändert. Das Virus hat unsere Netzwerkarbeit gestört, hat die Organisation sowie Durchführung von Konferenzen und Tagungen erschwert, ja gar zum Abbruch mancher Veranstaltungen geführt. Dennoch – oder: gerade deshalb – schauen wir optimistisch in die Zukunft…

 

Es gibt zahlreiche Beispiele, die belegen, was sich mit Kreativität, Hingabe, aber auch Durchhaltevermögen dennoch erreichen lässt. Großveranstaltungen wie der MSE-Kongress, die Metallographietagung, diverse Fort- und Weiterbildungen, aber vor allem auch der DGM-Tag wurden erfolgreich auf die virtuelle Schiene gebracht.

Von Ressourcen und kritischen Rohstoffen bis zu Recycling und Circular Economy sind die Themen der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde auch 2021 weiterhin von hoher Relevanz. Materialinnovationen sind zwingend erforderlich, um die großen Herausforderungen wie die Erreichung der Klimaziele, nachhaltige Mobilität oder auch die Weiterentwicklung der Medizintechnik zu bewältigen.

Als renommierte Fachgesellschaft treiben wir gezielt Querschnittsthemen wie Digitalisierung an, wobei insbesondere die spezifischen Schwerpunkte Datenauswertung und Künstliche Intelligenz in der Materialkunde gefördert werden. Dies gilt auch für unser ganzheitliches Bestreben, uns in die Aktivitäten und den Aufbau der Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur aktiv einzubringen und durch dieses Engagement dazu beizutragen, dass die Bedarfe unserer Community bestmöglich abgebildet, beziehungsweise gemeinsam entwickelt werden.

Als Deutsche Gesellschaft für Materialkunde ist es unsere Aufgabe, die hohe Relevanz der Materialwissenschaften und der Werkstofftechnik öffentlich immer wieder deutlich zu machen und diese Themen auf verschiedenen Ebenen präsent zu halten. Dies ist wichtig für die Nachwuchsgewinnung, aber auch für die Einwerbung von Ressourcen für die Bearbeitung materialkundlicher und werkstofftechnischer Themen. Hier wird es neben dem Kontakt „nach außen“ zu verschiedensten Entscheidungsträgern aus Wissenschaft, Industrie und Politik entscheidend sein, auch weiterhin unsere Vernetzung innerhalb und über die Grenzen der Fachausschüsse hinaus unter aktuellen Pandemie-Bedingungen lebendig zu halten.

Sie als Mitglieder sind die Essenz, welche unserer Gesellschaft auch in Zukunft Lebenskraft und Energie gibt. Gerade aus diesem Grund spielt die Förderung des Nachwuchses für uns eine vorangestellte Rolle – sowohl in Wissenschaft als auch Industrie. Beide Parteien sind wichtige Eckpfeiler der DGM und verdienen unsere ganze Aufmerksamkeit, um sie noch enger und fester mit uns zu verankern.

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam die nächsten Jahre gestalten zu dürfen und unsere DGM weiterentwickeln zu können.

 

Ihre

Prof. Dr.-Ing. Martina Zimmermann

Prof. Dr. rer. nat.. Gerhard Schneider