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Magnesium, Aluminium und Titan standen im Fokus der ersten Euro LightMAT – Anwender und Wissenschaftler informierten sich über Leichtmetall-Trends

Welches ist das richtige Material für den Leichtbau der Zukunft: Magnesium, Aluminium oder Titan? Antworten gaben vom 3. bis 5. September in Bremen die führenden Experten des Leichtbaus auf der ersten internationalen Tagung und Fachausstellung Euro LightMAT 2013, die sich den drei wichtigsten Leichtmetallen Magnesium, Aluminium und Titan sowie ihren Legierungen gleichzeitig widmete. „Mit mehr als 230 Besuchern aus 25 Ländern war die erste „Euro LightMAT“ ein internationales Branchentreffen, das sowohl Anwender als auch Forscher ansprach“, sagte Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) und Veranstalter der Tagung. „Ein Drittel der Besucher kamen aus der Industrie.“ Vertreter etwa von Airbus Deutschland, Rolls-Royce, der Audi AG, Brunel University London, vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Neue Materialien Fürth GmbH sowie RLE International informierten über die aktuellen Trends und Entwicklungen bei den Leichtbauwerkstoffen. In über 120 Vorträgen erhielten die Teilnehmer exklusive und praktische Informationen. Auf der begleitenden Fachausstellung präsentierten die Unternehmen Laserline, LayerWise, LOT-Quantum Design, L.C.M.A., Metatech, Materials Science International Service und Thermo-Calc Software ihre neuesten Publikationen, Leichtmetallprodukte sowie Innovationen zur Leichtmetallbearbeitung. 

Schwerpunkte: Luftfahrzeugtechnik, Automobilindustrie, Energiebranche 

Aluminium, Magnesium und Titan und ihre Legierungen begegnen uns überall im Alltag. Mit ihrer Hilfe können wir fliegen, energieeffizienter Auto, Schiff und Bahn fahren; sie finden sich aber auch in Zahn- und Hüftgelenkimplantaten oder Stents wieder. Ebenso facettenreich war auch das Tagungsprogramm: Von grünen Lösungen in der Luftfahrzeugtechnik über die Leichtbauweise in der Automobilindustrie, der Schmelzekonditionierung bei den modernen Leichtmetallen bis zum Magnesium-Spritzgießen. Drei Tage lang bot die Euro LightMAT einen breiten Überblick über die Eigenschaften der drei Leichtmetalle und das weite Spektrum ihres Einsatzes etwa bei modernen Transportsystemen oder in der Energiebranche. Neben den werkstofforientierten Grundlagen wurden die spezifischen Produktanforderungen intensiv beleuchtet und aufgezeigt, wie diese mit den konventionellen Leichtmetallen sowie neuartigen Multimateriallösungen realisiert werden können. In der abschließenden Diskussionsrunde hatten die Teilnehmer noch einmal Gelegenheit, sich über die Perspektiven und Herausforderungen der drei Leichtmetalle auszutauschen.

Bremer Tagungshighlights: Airbus, Mercedes Benz, IFAM, BIAS und IWT öffneten ihre Türen

Die Teilnehmer der Tagung hatten auf der Euro LightMAT 2013 Gelegenheit, sich auch von den Bremer MatWerk-Highlights einen persönlichen Eindruck zu machen. Bei der Airbus-Besichtigung konnten die Teilnehmer etwa ein Replik des Wissenschaftslabors Columbus sehen, das die Firma Astrium im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA als zentralen europäischen Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS gebaut hat. Wer es etwas „bodenständiger“ bevorzugte, konnte an einem Off Road-Fahrtraining der Firma Mercedes-Benz teilnehmen. Außerdem öffneten die drei ansässigen Institute mit Bezug zur Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) sowie Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) ihre Türen und ließen die Besucher in ihre Arbeit blicken. 

Gesellschaftlicher Höhepunkt war sicherlich das Spanferkelessen im altehrwürdigen Bremer Ratskeller am 4. September. Das Rathaus zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und zeugt von einer 600-jährigen Weinhandelsgeschichte. In geselliger Runde konnten die Gäste hier Kontakte knüpfen und in entspannter Atmosphäre den Austausch fortsetzen. 

Weitere Fotos der Veranstaltungs finden Sie hier:

www.dgm.de/lightmat