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MatWerk-Kurzfilmwettbewerb: Gewinnerfilm soll Schüler für das MatWerk-Studium begeistern

Johannes Gleinig (27), Student der Werkstoffwissenschaft an der TU Dresden, hat gemeinsam mit seiner Freundin Pavlína Šastná, Studentin der Landschaftsarchitektur an der Mendel-Universität, Brünn (Tschechien), den MatWerk-Kurzfilmwettbewerb der DGM gewonnen. Ihr Kurzfilm „MatWerk: Zum Anbeissen“ wurde auf dem DGM-Nachwuchsforum in Bochum mit 1.500 Euro ausgezeichnet. Gleinig schreibt gerade seine Diplomarbeit am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden.* 

DGM: Wieso hast Du als Student der Werkstoffwissenschaft am MatWerk-Kurzfilmwettbewerb der DGM teilgenommen?
Gleinig: Über den Studentennewsletter der TU Dresden habe ich von dem Filmwettbewerb gelesen. Ich bin schon seit einigen Jahren DGM-Mitglied. Ich war sofort von der Idee begeistert. Ich finde, dass der Kurzfilmwettbewerb mal eine kreative Art ist, sich mit seinem Fachgebiet zu beschäftigen. Ich habe zwar gerade jetzt in der Diplomarbeitsphase viel zu tun, aber man ist ja nur einmal Student. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, Laien zu erklären, was man eigentlich studiert. So nahm ich den Wettbewerb als angenehme Herausforderung. 

DGM: Was erhoffst Du Dir von dem Film?
Gleinig: Ich möchte mit meinem Film über das Fachgebiet Materialwissenschaft und Werkstofftechnik informieren und damit mehr Schüler für dieses Studium begeistern. Ich finde, dass dieser Kurzfilm eine gute Möglichkeit ist, Schülern bei der Entscheidungsfindung zu helfen. 

DGM: Wieso hast Du Werkstoffwissenschaft studiert?
Gleinig: Mir liegt das logische Denken. Nach dem Zivildienst und einem halben Jahr Aufenthalt in Neuseeland habe ich mich auf das Studieren gefreut. Über eine Freundin, die bereits Werkstoffwissenschaft studiert hat, habe ich dann von dieser Fachrichtung erfahren. Ich kann mich hier mit allen Naturwissenschaften beschäftigen, die mir Spaß machen. Außerdem dachte ich, dass es hier später mal gute Jobs gibt. 

DGM: Und wie hat Dir das Studium gefallen?
Gleinig: Ich hatte eine superschöne Studienzeit – auch was das Fachliche angeht. Ich konnte sogar mein Auslandssemester in Dublin verbringen. 

DGM: Wie viele Filme hast Du schon gemacht?
Gleinig: Vor einem Jahr habe ich meinen ersten animierten Film mit Knetfiguren gedreht. Das war eine ganz spontane Idee, die Knete ist mir beim Einkaufen quasi über den Weg gelaufen. Und dann war auch noch schlechtes Wetter und Wochenende... Der Film „MatWerk: Zum Anbeissen“ ist jetzt erst mein zweiter. Meine Freundin hat viele gute Ideen zum Design gehabt und die Musik auf dem Klavier eingespielt, die Hintergründe sind aus marmoriertem Papier, das meine Mutter angefertigt hat. Ich habe dann einzelne Bilder mit Photoshop zusammengesetzt, den Text eingesprochen, fertig. Da meine Freundin und ich eine Fernbeziehung führen und den Film über die Distanz hinweg gemeinsam erstellt haben, war es doch ziemlich schwierig. In der Nacht vor der Abgabe habe ich durchgearbeitet und den Film gerade noch rechtzeitig hochgeladen. 

DGM: Was machst Du mit dem Gewinn?
Gleinig: Wir möchten gerne gemeinsam in den Kaukasus reisen. Dafür kommt uns der Gewinn gerade recht. 

DGM: Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

Den Gewinnerfilm findet Ihr: hier

(*Das Interview führte Yvonne Burger.)