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Nachbericht: Neue intelligente Materialien und ihre Modellierung, Charakterisierung und Anwendung: internationale Konferenz “2nd Euro Intelligent Materials 2015“ in Kiel

Multifunktionale Nanopartikel zur Übertragung von Verabreichung von Medikamenten, magnetoelektrische und multiferroische Materialien, multifunktionale magnetoplasmonische Nanopartikel sowie Materialien für Memristoren: Dies waren nur einige der Themen, die auf der “2nd Euro Intelligent Materials 2015” in Kiel behandelt wurden. Organisiert wurde diese Konferenz von einem interdisziplinären Team aus Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie internationalen Kolleginnen und Kollegen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM). Vom 10. bis zum 12. Juni konnten so führende internationale Experten aus verschiedenen Fachrichtungen die aktuellsten Entwicklungen auf dem Gebiet der intelligenten Materialien diskutieren.

Während des dreitägigen Programms im Atlantic Hotel präsentierten zwölf eingeladene Vortragende von Universitäten und Forschungseinrichtungen in Zürich, Duisburg-Essen, Karlsruhe, Potsdam, Kiel und sogar aus Newcastle, Boston, New York und Quebec aktuelle Highlights der intelligenten Materialien. Fast 80 weitere Kurzvorträge und Poster über intelligente, bio- und multifunktionale sowie schaltbare Materialien und ihre Anwendungen gaben den Teilnehmern einen Überblick über den gesamten Forschungsbereich.

Professor Eckhard Quandt und seine Kollegin Professorin Christine Selhuber-Unkel sind zufrieden mit der Konferenz und den ergiebigen Diskussionen: „Wir freuen uns ein interdisziplinäres Meeting organisiert zu haben, bei dem Brücken zwischen Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachbereichen geschlagen wurden.”

Ein Höhepunkt der Konferenz war die erste “Christian-Albrechts-Lecture”, welche von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel anlässlich ihres 350. Jubiläums gestiftet wurde. Richard Yongqing Fu von der Northumbria Universität berichtete über faszinierende Möglichkeiten, die sich durch  intelligente Materialien in biologischen und „Lab-on-a-Chip“ Anwendungen ergeben.

„Viele aktuelle und zukünftige technologische Entwicklungen beruhen auf intelligenten Materialien“, sagt Prof. Selhuber-Unkel: “Materialien, die spezifische Wechselwirkungen mit verschiedenen Systemen eingehen und eindeutig auf externe Stimuli reagieren, werden immer wichtiger”. Die “2nd Euro Intelligent Materials” stimulierte neue Denkweisen und initiierte neue Kooperationen zwischen Materialwissenschaftlern, Physikern, Chemikern und Biologen. Die nächste “Euro Intelligent Materials” ist für das Jahr 2017 vorgesehen.