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Neue Studiengänge: 'Intelligent Systems Design' und 'Materialdesign – Bionik und Photonik'

Mit dem international aufgestellten "Intelligent Systems Design" in Hamm und dem naturwissenschaftlich geprägten "Materialdesign – Bionik und Photonik" in Lippstadt starten zwei neuartige Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2013/14 an der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL). Interessierte können sich vom 01. April bis zum 15. Juli 2013 online für einen Studienplatz in den beiden neuen und den sechs etablierten Bachelorstudiengänge bewerben. Zum Sommersemester 2013 führt die Hochschule mit "Product and Asset Management" zudem den ersten Masterstudiengang am Standort Hamm ein.

Intelligent Systems Design: Smarte Technologien clever entwickeln:
Den ganzen Tag und überall online kommunizieren, Geräte berührungslos bedienen, von unterwegs über eine App zuhause die Rollläden schließen, einen Online-Check zum Kühlschrankinhalt machen, dank Valet-Parking den Parkplatz und die Turbo-Ladestation für das Elektromobil vor dem 3D-Kino sicher haben und am nächsten Tag im Büro an einer computersimulierten Blutlaufbahn verschiedene biologische Prozesse untersuchen.

Neben Vorstellungskraft und Visionen spielt bei der Weiterentwicklung neuer intelligenter Systeme und deren Integration in die Umgebung der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Schnelligkeit ist von Bedeutung, um Produkte und Anwendungen zur Marktreife zu bringen. Dabei sind Algorithmen die Basis, Programmierung, Simulationsverfahren, Modellierung, Prototyping und Design die Instrumente. Dies alles sind wichtige Aspekte im Studiengang "Intelligent Systems Design", der Informatik, Internationalität und Unternehmertum am Standort Hamm verknüpft. Neben Informatik liefern naturwissenschaftliche und mathematische Grundlagen die Basis für das spätere Berufsleben. Das fest im Stundenplan integrierte "Corporate Management" bietet Wissen rund um die Themen Existenzgründung und Unternehmertum. Zudem bereitet es durch technisches Englisch in den ersten Semestern auf die Veranstaltungen in den höheren Semestern vor, die zunehmend in englischer Sprache stattfinden. Durch diese Kombination werden Studierende im Laufe des Studiums auf den internationalen Einsatz in Unternehmen oder auch die Selbstständigkeit vorbereitet.


Drei Vertiefungen bieten ab dem vierten Semester die Möglichkeit der Spezialisierung:
- System Simulation – Die computerbasierte Simulation innerhalb von Entwicklungsprozessen.
- Embedded Systems – Jedes computerbasierte System, welches Teil eines übergeordneten Systems ist wie zum Beispiel in einem Mobiltelefon.
- Mobile Computing – Ganzheitliche Entwicklung von mobilen Applikationen wie Apps, die auf vielen unterschiedlichen Endgeräten funktionieren.

Die Regelstudienzeit von "Intelligent Systems Design" umfasst sieben Semester, der Abschluss lautet "Bachelor of Engineering".

"Ich freue mich auf Studentinnen und Studenten, die über den Tellerrand schauen und mit Informatik kreativ Lösungen finden wollen. Fachliches Vorwissen ist nicht erforderlich, da wir Studierende sowohl an die Inhalte als auch das technische Englisch heranführen", so Studiengangsleiter Prof. Dr. René Krenz-Baath.

Ein Blick in Online-Jobbörsen wie auch eine aktuelle Studie der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass der Studiengang Industriebedarfen entspricht und einem aktuellen Fachkräftemangel entgegenwirkt. Tätigkeitsfelder ergeben sich in Branchen wie Kommunikation, Elektrotechnik und Elektronik, Industrie- und Consumer-Electronics, Maschinen- und Anlagenbau, Automobil- und Luftfahrtindustrie, Automatisierungstechnik, Robotik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik oder Medizintechnik.

Die Natur zum Vorbild: Materialdesign – Bionik und Photonik:
Einen regelrechten Schatz optimal funktionierender Systeme hält die Natur bereit. Diesen zu heben und dadurch die Natur als Vorbild zu nehmen, ihre Funktionsweisen zu verstehen und in neue technische Werkstoffe und Produkte zu bringen, ist Kern der noch recht jungen Disziplin Bionik. Dabei bilden Chemie, Physik und Biologie die naturwissenschaftlichen Grundlagen. Gepaart mit ingenieurwissenschaftlichen Fächern, wie technische Mathematik, Mechanik sowie Konstruktions- und Elektrotechnik, und in der Verbindung mit den Schlüsseldisziplinen Materialwissenschaften, Optik und Lichttechnik sowie Design entsteht mit "Materialdesign – Bionik und Photonik" ein einzigartiger Studiengang am Standort Lippstadt. Durch seine interdisziplinäre Ausrichtung bietet der Bachelorstudiengang ein weites Spektrum bei der Entwicklung neuer Technologien sowie Materialien und Werkstoffen für Produkte.

In den ersten Semestern wird eine breite disziplinübergreifende Wissensbasis vermittelt. Ein Orientierungsmodul im dritten Semester bietet dabei erstmalig an der Hochschule für alle Studierenden des Studiengangs einen Einblick in die beiden Schwerpunkte, die ab dem vierten Semester eine entsprechende Spezialisierung ermöglichen:
- "Photonische Systeme" – also Licht und Optik als Schlüsseltechnologie – oder
- "Innovative Materialien.

Studiengangsleiter Prof. Dr. Oliver Sandfuchs: "Der Studiengang bietet insbesondere durch die beiden Schwerpunkte für Studierende interessante Verknüpfungsmöglichkeiten zur regionalen aber auch bundesweiten Industrie. Dies gilt bereits während des Studiums für Praxissemester, Projekt- oder Bachelorarbeit, wie auch für die anschließenden Berufsperspektiven."

Als Ingenieurin oder Ingenieur erschließen sich Karrierechancen in Unternehmen oder Forschung und Entwicklung. Zum Beispiel in der Lichtindustrie, der Materialentwicklung, in Industrie- und Consumer-Electronics, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, Nano- und Mikrostrukturtechnik oder Medizintechnik. Die Bandbreite der Positionen ist dabei groß: Ob im Produkt- oder Projektmanagement, in der Konstruktion, in der Produktion oder dem Vertrieb. Die Regelstudienzeit von "Materialdesign – Bionik und Photonik" beträgt sieben Semester, der Abschluss lautet "Bachelor of Science".

HSHL-Hochschulpräsident Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld: "Passend zum doppelten Abiturjahrgang erweitern wir unser Angebot durch neuartige und interdisziplinäre Studiengänge an beiden Standorten. Die Kombination der Inhalte ist dabei einzigartig in der Region und gleichzeitig praxisnah und marktorientiert."

 

 

Quelle: http://idw-online.de/de/news518586