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Neuer DGM-Fachausschuss zur Schadensanalyse an Leichtbauanwendungen geplant

Prof. Dr.-Ing. Simon Reichstein

In vielen Produkten und Systemen spielt Leichtbau eine immer größere Rolle, sowohl um die Leistungsfähigkeit der Systeme zu steigern als auch um den Einsatz an Material und Energie zu minimieren. Veranstaltungen zur Schadensanalyse an Metallen sind in Deutschland bisher eher auf Eisenbasis-Werkstoffe ausgerichtet. Fortbildungsveranstaltungen und Expertenkreise für den Bereich Aluminium fehlen hierzu gänzlich. Die DGM plant daher einen neuen Fachausschuss, der sich künftig der Schadensanalyse an Leichtbauanwendungen widmet. Prof. Dr.-Ing. Simon Reichstein und die DGM laden zum Kick-off-Meeting ein, in dem die Gründung des neuen Fachausschusses vorbereitet werden soll. Das Treffen findet am 23. September von 11 bis 17 Uhr in der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg an der Fakultät Werkstofftechnik statt.

Interesse? Dann bitte hier eintragen: http://doodle.com/dv874vhx2392zikh#table

Schadensanalyse an Leichtbauanwendungen
Aluminiumlegierungen, Polymere und Faserverbundwerkstoffe haben im Leichtbau wegen ihrer guten Verarbeitungseigenschaften, Festigkeit bei geringer Dichte und akzeptablen Kosten eine überragende, weiter zunehmende Bedeutung. Ziel der bisherigen Forschungsarbeit ist es, das Potential des eingesetzten Werkstoffes voll auszuschöpfen. Hierzu sind Bauteilgeometrien mit geringen Sicherheitsfaktoren und eine sehr gute Beherrschung der Herstellprozesse erforderlich. Schadensfälle im Bereich Aluminium, Polymere und Faserverbundwerkstoffe sind natürlicher Bestandteil vieler Entwicklungsprozesse. Ihre Analyse liefert Schlüsselinformationen für die Entwicklung optimaler Produkte und die Betriebssicherheit der Serienprodukte. Die Schadensanalyse an Al-Bauteilen ist direkt gekoppelt mit den für Aluminiumlegierungen typischen Herstellverfahren und Gefügemodifikationen.

Über die DGM-Fachausschüsse
Die Fachausschüsse der DGM bringen Fachleute aus den verschiedenen technischen und wissenschaftlichen Bereichen der metallischen und nicht-metallischen Werkstoffe zusammen und bieten Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Am Fachausschuss mitarbeiten können alle, die sich aktiv einbringen wollen und bereit sind, Teilaufgaben zu übernehmen. Das Ziel der Gemeinschaftsarbeit ist es, technische und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Vorteil der Mitglieder und der durch sie vertretenen Firmen und Forschungseinrichtungen zu nutzen. Entweder ist der Mitarbeiter oder die durch ihn vertretene Firma/Forschungseinrichtung Mitglied der DGM. 

Prof. Dr.-Ing. Simon Reichstein
Georg-Ohm-Hochschule Nürnberg