Artikel

Permanentmagnete in einem Rutsch recyceln

lektromotoren oder Windräder werden durch starke Permanentmagnete angetrieben. Die leistungsstärksten Exemplare basieren auf den Seltenen Erden Neodym und Dysprosium. Ein neues Verfahren von Fraunhofer-Forschern ermöglicht es künftig, das Werkstoff-Gemisch schnell und kostengünstig zu recyceln.

Die Rotoren drehen sich surrend im Wind und versorgen die Netze mit Strom. Damit die Anlagen möglichst störungsfrei laufen und eine hohe Energieausbeute erzielen, stecken in der neusten Generation statt eines Getriebes immer öfter starke, tonnenschwere Permanentmagnete. Auch in Autos leisten solche Magnete gute Dienste: Mit ihnen lassen sich die zahlreichen elektrischen Stellmotoren, die beispielsweise Scheibenwischer antreiben, deutlich kleiner und leichter auslegen. Elektrische Stellmotoren oder auch Servomotoren befinden sich an vielen Stellen im Auto, überall dort, wo etwas gezielt bewegt und positioniert wird, sei es das Seitenfenster oder die Einstellung des Sitzes. Die leistungsstärksten Permanentmagnete basieren auf Neodym, Eisen und Bor. Auch Dysprosium ist oftmals enthalten. Das Problem: Während Eisen und Bor gut verfügbar sind, ist die Versorgung mit Neodym und Dysprosium kritisch. Denn diese Seltenen Erden werden unter schwierigen Bedingungen und mit viel Energieaufwand gewonnen. Sie sind daher vergleichsweise teuer, und ihre Gewinnung hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck. Zudem stammen diese Elemente zu über 90 Prozent aus China. Knapp die Hälfte der weltweit verfügbaren Reserven liegt dort.

 

Mehr dazu: hier