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Prof. Dr.-Ing. Martin Heilmaier, Leiter DGM-Preiskuratorium II

Prof. Dr.-Ing. Martin Heilmaier

Liebe Leserinnen und Leser, 

Heute möchte ich Ihnen von unserer Arbeit im Preiskuratorium II (PK II) berichten. Im PK II befassen wir uns seit fast 50 Jahren mit einem der großen Schwerpunkte der Arbeit der DGM, nämlich der Nachwuchsförderung. Dabei achten wir in der Zusammensetzung dieses Gremiums darauf, dass sowohl die Stimme der Industrie als auch die der forschenden Einrichtungen paritätisch  zur Geltung kommen. Einmal jährlich fordern wir zur Einreichung von 

Vorschlägen für drei Kategorien von Nachwuchs­preisen auf, die ich Ihnen nachfolgend kurz vorstellen möchte.

Zu Ehren des langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. phil. Dr. R. h. Georg Masing hat die DGM im Jahr 1957 den Masing-Gedächtnispreis gestiftet. Mit ihm wird jährlich einmalig die beste Leistung der metallkundlichen Forschung junger Wissenschaftler, die Mitglied der Gesellschaft sind, ausgezeichnet. Er wird für Arbeiten verliehen, die in den der Preisverleihung vorangegangenen zwei Kalenderjahren veröffentlicht wurden und die nicht gleichzeitig die Grundlage einer Dissertationsarbeit darstellen. Wichtiger gelegentlich jedoch nicht beachteter Aspekt für die Nominierung ist, dass der Kandidat im Jahr der Verleihung nicht älter als 38 Jahre alt sein darf.

Der Stifterverband Metalle hat zur Förderung des Nachwuchses für das Gebiet der Nicht­eisenmetalle im Jahr 1967 den Georg-Sachs-Preis gestiftet. Mit dem Preis wird einmal jährlich vorzugsweise eine Arbeit ausgezeichnet, die in enger Beziehung zur Praxis der Materialkunde steht. Der Kandidat darf im Jahr der Verleihung nicht älter als 40 Jahre und soll Mitglied der DGM sein. Die zu prämierenden Arbeiten, die gerne auch Patente beinhalten dürfen, sollen seit dem vorletzten DGM-Tag entstanden sein und dürfen nicht die Grundlage einer Dissertationsschrift darstellen.

Der DGM-Nachwuchspreis würdigt die Leistungen zu Beginn der wissenschaftlichen Karriere. Er richtet sich daher an Promovierende bzw. an Promovierte auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, deren Abschluss zum Zeitpunkt des Vorschlages nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Die Empfänger lassen aufgrund ihrer bisherigen Studien- und Arbeitsergebnisse eine überdurchschnittliche Leistung erwarten. Als Besonderheiten gelten hier, dass der Preis jährlich maximal viermal verliehen werden kann und die Empfänger mit ihrer Arbeit Berührungspunkte zu Gremien oder Veranstaltungen der DGM haben müssen.

Als derzeit amtierender Vorsitzender des Preiskuratoriums II der DGM erfüllt es mich immer wieder mit Stolz und Freude, wenn wir mit unseren Entscheidungen im Gremium mithelfen konnten, junge Persönlichkeiten auf ihrem Karriereweg zu fördern. Betrachtet man nämlich die Liste der Preisträger so kann man ohne Zweifel feststellen, dass die große Mehrheit dann im weiteren Verlauf ihres Berufsweges eine erfolgreiche Karriere in der Wissenschaft eingeschlagen hat. Natürlich ist dieser Entscheidungsprozess immer auch kompetitiv, und ich möchte Sie, die Mitglieder der DGM, hiermit nachdrücklich ermuntern: tragen auch Sie zur Nachwuchsförderung bei, indem sie geeignete Kandidat(inn)en ausfindig machen und vorschlagen!

Mit herzlichen Grüßen, 

Ihr

Martin Heilmaier
Karlsruher Institut für Technologie
Vorsitzender Preiskuratorium II