Artikel

Zehn neue Sonderforschungsbereiche

Themen reichen von Mikroplastik bis zur phänomenologischen Elementarteilchenphysik / 120,3 Millionen Euro Fördermittel für zunächst vier Jahre / DFG feiert 50-jähriges Bestehen des Förderprogramms

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen zehn neue Sonderforschungsbereiche (SFB) ein. Dies beschloss der zuständige Bewilligungsausschuss auf seiner Herbstsitzung in Bonn. Die neuen SFB werden ab dem 1. Januar 2019 zunächst vier Jahre lang mit insgesamt rund 120,3 Millionen Euro gefördert. Darin enthalten ist eine 22-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Projekten.

Zwei der neuen Verbünde sind SFB/Transregio (TRR), die sich auf mehrere antragstellende Hochschulen verteilen. Zusätzlich zu den zehn Einrichtungen stimmte der Bewilligungsausschuss für die Verlängerung von 13 SFB für je eine weitere Förderperiode. Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben im Verbund und sollen damit der Schwerpunkt- und Strukturbildung an den antragstellenden Hochschulen dienen. Ab Januar 2019 fördert die DFG insgesamt 277 SFB.

In diesem Jahr wird das Programm der Sonderforschungsbereiche 50 Jahre alt. Es ist eines der auch international anerkanntesten und nachhaltigsten Förderformate für Forschungsverbünde in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Seit seiner Einführung 1968 wurde das SFB-Programm kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst: So können anwendungsnahe SFB-Projekte seit 1996 gemeinsam mit Industriepartnern beantragt werden. Mit der Einführung der Programmvariante „Transregio“ ebnete die DFG 1999 den Weg für die gemeinsame Antragstellung mehrerer Universitäten. Seit 2005 können SFB ein Teilprojekt zur Wissenschaftskommunikation beantragen. Der wissenschaftliche Nachwuchs kann seit 2006 in integrierten Graduiertenkollegs gezielt gefördert werden. 2015 ging schließlich das Ortsprinzip in das Hochschulprinzip über, was eine noch größere Flexibilität bei der Beteiligung weiterer Hochschulen an einem SFB ermöglicht.

Mehr dazu: Download PDF