Der Fachausschuss „Aluminium“

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Schädigungsmechanismen in Al-Produkten
Gehört zu:
Aluminium
Arbeitskreis Mitglieder: 73

Aufgrund der Verknappung von Ressourcen hat Leichtbau heute eine überragende, weiter wachsende Bedeutung in vielen Industriebereichen. Leichtbau bedeutet, Bauteile am Limit der Belastbarkeit der eingesetzten Werkstoffe zu gestalten und diesen so optimal auszunutzen. Deswegen ist das Versagen von Bauteilen heute in vielen Bereichen ein akzeptierter Teil im Entwicklungsprozeß. Schadensuntersuchungen liefern fundamentale Informationen zur systematischen Weiterentwicklung leistungsfähiger Leichtbausysteme. Versagen von Aluminium-Bauteilen, sowohl in der Entwicklung als auch in Serienprodukten, kann eine Vielzahl von Ursachen haben, die in aller Regel mit dem jeweiligen Herstellprozess korrelieren. Eigenschaften und Herstellprozesse von Aluminiumlegierungen unterscheiden sich erheblich von denen anderer metallischer Werkstoffe. Entsprechend sind in Aluminium-Bauteilen spezielle Schädigungsmechanismen aktiv, die mit der Natur der Beanspruchung des Bauteiles und dessen Prozesskette eng verknüpft sind. Während für die bedeutendste metallische Werkstoffgruppe Stahl solche Fragestellungen in einer Vielzahl von Gremien intensiv behandelt werden, stand für den Austausch von Experten und die übergreifende Lösung solcher Probleme auf dem Gebiet der Aluminiumwerkstoffe bislang kein Forum zur Verfügung. Diese Lücke soll AK „Schädigungsmechanismen in Aluminium-Produkten“ schließen.

• Langfristiges Ziel des Aufbaus eines Fehlerkataloges für Al-Bauteile bei Abstimmung mit bestehenden Datenbanken • Schäden durch Korrosion und Oberflächenbehandlung an Al-Bauteilen • Versagen von Al-Bauteilen nach sehr hohen Lastspielzahlen (> 109) • Versagen von Schweißverbindungen aus Aluminiumwerkstoffen • Versagen durch Überlagerung von Schädigungsmechanismen • Versagen durch komplexe oder mehrachsige Beanspruchung • Schäden in Verbindungen zwischen Aluminiumwerkstoffen und Aluminiumwerkstoffen und anderen Werkstoffgruppen • Kriechinduzierte Schäden in Al-Produkten • Neue Methoden, die in der Schadensanalyse von Al-Produkten erfolgreich eingesetzt werden können • Diskussion neuer / aktueller Schadensfälle, die als typisch und lehrreich für andere Teilnehmer angesehen werden • Initiierung von F&E-Vorhaben, die sich aus Fragestellungen des Arbeitskreises ergeben. Ausdrückliches Ziel des Arbeitskreises ist die konstruktive Vernetzung in das bestehende System von Gremien und Institutionen, die sich mit verwandten Fragestellungen beschäftigen. Deshalb soll dieser Arbeitskreis als gemeinsames Gremium der DGM und des VDI gelebt werden.


A 2

Johannes Aegerter
Hydro Aluminium Rolled Products GmbH
FA-Mitglied

B 3

Dr. Dirk Bettge
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Dr. Monika Blümm
Federal-Mogul Nürnberg GmbH
FA-Mitglied
16.04.2018
Prof. Dr. Sabine Bührer
Hochschule Heilbronn
FA-Mitglied

D 3

Dr. Rainer Dahlmann
RWTH Aachen University
FA-Mitglied
Dr. Harald Diem
iHD Ingenieurbüro Dr.-Ing. Harald Diem
FA-Mitglied
Dr. Werner Droste
Hydro Aluminium Rolled Products GmbH
FA-Mitglied

E 1

Dieter Emanowski
Airbus Operations GmbH
FA-Mitglied

F 2

René Fenzl
SLV Halle GmbH
FA-Mitglied
04.05.2017
Prof. Dr. Alfons Fischer
Universität Duisburg-Essen
FA-Mitglied

G 1

FA-Mitglied
04.10.2016

H 8

Dr. Alexandra Hatton
Robert Bosch GmbH
FA-Mitglied
16.02.2017
Dr.-Ing. Cornelia Heermant
Böllhoff Verbindungstechnik GmbH
FA-Mitglied
Dr. Ingo Henne
MAN Energy Solutions SE
FA-Mitglied
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch
Hydro Aluminium Rolled Products GmbH
FA-Mitglied
Dr. Holger Hoche
Technische Universität Darmstadt
FA-Mitglied
Klaus Hoffmann
TRIMET Aluminium SE
FA-Mitglied
Ru. Husemann
Hitachi Power Europe
FA-Mitglied

I 1

Prof. Dr. Andreas Ibach
Westfälische Hochschule
FA-Mitglied

K 10

FA-Mitglied
16.02.2017
FA-Mitglied
Dr. Joachim Kinder
Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart - MPA
FA-Mitglied
Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
01.08.2016
Dr. Christian Klinger
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Alexander Koch
Technische Universität Dortmund
FA-Mitglied
19.12.2017
Dr. Ines Kotter
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Stephan Kraft
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
FA-Mitglied
FA-Mitglied
25.05.2018
Dr. Sebastian Kühn
Freundenberg Forschungsdienste KG
FA-Mitglied

L 4

Dipl.-Ing. Klaus Lades
Federal-Mogul Nürnberg GmbH
FA-Mitglied
Dr. Günther Lange
Technische Universität Ilmenau
FA-Mitglied
Prof. Uwe Laukant
Robert Bosch GmbH
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Zeqin Liang
Novelis Switzerland SA
FA-Mitglied
12.04.2016

M 3

Dr. Kurt Marchetti
Freundenberg Forschungsdienste KG
FA-Mitglied
Dr. Falko Meyer
ABB Schweiz AG
FA-Mitglied
Dr. Ernst Moor
MOOR SchadensManagement GmbH
FA-Mitglied

N 2

FA-Mitglied
Kurt Neulinger
Nemak Linz GmbH
FA-Mitglied

O 2

Marcin Olbrich
MTU Aero Engines AG
FA-Mitglied
Dr. Thomas Otten
Robert Bosch GmbH
FA-Mitglied
16.02.2017

P 4

Danny Petschke
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
FA-Mitglied
Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl
Ruhr-Universität Bochum
FA-Mitglied
Dr. Johannes Preußner
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Casper Pusch
Technische Universität Darmstadt
FA-Mitglied

R 2

Dr. Reinhardt Rachlitz
AMAG rolling GmbH
FA-Mitglied
Prof. Simon Reichstein
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Leiter

S 14

Conny Schillo
Technische Universität Hamburg-Harburg
FA-Mitglied
Alexander Schlemminger
SECOPTA analytics GmbH
FA-Mitglied
12.06.2018
Johannes Schmid
ZF Friedrichshafen AG
FA-Mitglied
Enrico Schramm
Knorr Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH
FA-Mitglied
Norbert Schupp
EADS Deutschland GmbH
FA-Mitglied
Dr. Claudia Schwarze
Element Hamburg
FA-Mitglied
Dr. Daniela Schwerdt
Mubea Fahrwerksfedern GmbH
FA-Mitglied
Peter Seliger
Siempelkamp Gießerei GmbH
FA-Mitglied
Leif Speckert
ZF Friedrichshafen AG
FA-Mitglied
Dr. Torsten E.M. Staab
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
FA-Mitglied
Dr. Tobias Steiner
Robert Bosch GmbH
FA-Mitglied
16.02.2017
Dr. Johannes Stoiber
Allianz Global Corporate & Specialty SE
FA-Mitglied
Thomas Stürzel
ZF Friedrichshafen AG
FA-Mitglied
12.06.2018
Dr.-Ing. Peter Sälzle
ABB Turbo Systems
FA-Mitglied

T 2

M.Sc. Jochen Tenkamp
Technische Universität Dortmund
FA-Mitglied
19.12.2017
Prof. Dr. Wolfgang Tillmann
Technische Universität Dortmund
FA-Mitglied

V 2

Dr. Wolfgang von Bestenbostel
Airbus Defence and Space GmbH
FA-Mitglied
Petra von der Bey
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
FA-Mitglied

W 3

Prof. Dr.-Ing. Frank Walther
Technische Universität Dortmund
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Prof. Dr. Peter Weidinger
Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG
FA-Mitglied

Z 4

FA-Mitglied
Rolf Zeller
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM
FA-Mitglied
Ines Zerbin
TRIMET Aluminium SE
FA-Mitglied
02.05.2017
Prof. Dr. Martina Zimmermann
Technische Universität Dresden
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Gremien Meeting
Arbeitskreis Schädigungsmechanismen in Al-Produkten im FA Aluminium
  • 24.03. - 24.03.2020
  • AMAG rollling GmbH, Ranshofen (AT) | Ranshofen, Österreich
Anmelden

Vergangene Termine


Arbeitskreis Schädigungsmechanismen in Al-Produkten im FA Aluminium
  • 16.04. - 16.04.2019
  • AMAG rollling GmbH, Ranshofen (AT) | Ranshofen, Österreich
Details

Arbeitskreis Schädigungsmechanismen in Al-Produkten im FA Aluminium
  • 25.04. - 25.04.2018
  • TRIMET Aluminium SE | Essen
Details

Arbeitskreis Schädigungsmechanismen in Al-Produkten im FA Aluminium
  • 25.04. - 25.04.2017
  • Federal-Mogul Nürnberg GmbH | Nürnberg
Details
Schadensuntersuchungen an Aluminium-Bauteilen
  • 21.09. - 21.09.2016
  • Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg | Nürnberg
Webseite

Arbeitskreis Schädigungsmechanismen in Al-Produkten im FA Aluminium
  • 12.04. - 12.04.2016
  • Hirschvogel Aluminium GmbH | Marksuhl
Details

Leicht - und schwer im Kommen. Aluminium

Wegen seiner stetig wachsenden Verfügbarkeit und der Entwicklung spezieller Legierungen ist Aluminium der bedeutendste Leichtbauwerkstoff der letzten Jahrzehnte geworden. Und sein Siegeszug geht ungebremst weiter. Verwendung findet das Metall in unzähligen Bereichen unseres Alltag, so bei Verpackung (Dosen, Folien, Schalen), Zeitungen (Offsett Druckplatten), Bauwerken (Fassaden, Fenster, Leichtbau) und im Verkehrswesen (Luft- und Raumfahrt, Schiffe, Bahnen, Automobile, Fahrräder etc.). Der Grund: Aluminium ist besonders energie- und kosteneffizient und dadurch umweltschonend. Dank dieser herausragenden  Eigenschaften  erhöht  es  zudem  die  Transportreichweiten, was unter anderem dem Mega-Trend der E-Mobilität zugutekommt.

Mit Hilfe von Aluminium können Leichtbauprodukte sehr gut auf die besonderen Bedürfnisse der unterschiedlichen Gesellschaften dieser Welt abgestimmt werden. Deshalb hat der stete Aufbau von werkstofftechnischen Wissen ebenso wie die daraus  resultierenden Technologieentwicklungen in diesem Bereich einen großen Einfluss auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Technologiebranchen – und damit auf die Sicherung von zahlreichen Arbeitsplätzen. Um diese Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. auszubauen, bedarf es auch in Zukunft zahlreicher Anstrengungen.

Richtig kombinieren

Auf dem Gebiet der Mischverbindungen liegt der größte Bedarf zurzeit in der Erforschung der Wechselwirkungen von Aluminium mit anderen Werkstoffen, namentlich in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Fügeverfahren. Nur so ist die zuverlässige Herstellung und der sicheren Betrieb von Mischbauweisen möglich. Darüber hinaus stellt aus Sicht der Industrie vor allem der wirtschaftliche Aspekt der Kosteneffizienz bei der Produktion von Aluminium und der Weiterverarbeitung zu Aluminium-Bauteilen eine große Herausforderung dar.

Um die Spitzenstellung der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der Aluminiumnutzung auch in den nächsten Jahrzehnten sicherzustellen, sollten verstärkt Forschungsprogramme eingerichtet werden, die gezielt die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ingenieurswissenschaftlern aus den Bereichen der Konstruktion, der Fertigung, der Werkstofftechnik sowie der Prozess- und Verfahrenstechnik fördern - und dabei auch die transdisziplinäre Kooperation mit anderen Disziplinen etwa aus den Natur-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften mit einbeziehen. Dabei ist die gleichberechtigte Beteiligung von akademischen Partnern und Partnern aus den Wirtschaftszweigen essentiell.