Der Fachausschuss „Biomaterialien“

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Dentale Werkstoffe
Gehört zu:
Biomaterialien
Arbeitskreis Mitglieder: 4

Das Gebiet der Dentalen Werkstoffe ist sehr weit gefächert und beinhaltet alle Werkstoffgruppen wie Legierungen, Keramiken, Kunststoffe wie auch Verbundwerkstoffe. Anwendungsgerechte Lösungen erfordern ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis der Eigenschaften von Dentalwerkstoffen. Aufgrund der komplexen Fragestellungen ist eine Kooperation von Experten verschiedener fachlicher Ausrichtung in Fachverbänden erforderlich. Dein persönliches Dashboard ermöglicht es Dir, die Aktivitäten auf dieser Commuity-Seite zu verfolgen und schnellen Zugriff auf die Inhalte zu bekommen, die Dich besonders interessieren: http://dgm.dentmat.de/

• Etablierung eines sozialen Netzwerks ""Dentale Werkstoffe"" für Forscher, Entwickler, Firmen und Anwender. • Plattform zur Vernetzung von Grundlagen- und angewandter Forschung. • Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitsgruppen, die auf dem Gebiet der Dentalen Werkstoffe tätig sind. • Gruppenbildung zur gemeinsamen Bearbeitung von definierten Fragestellungen und gemeinsame Publikation der Ergebnisse. • Initiieren von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben: Gemeinsame Projekte von Kliniken, niedergelassenen Zahnärzten, Forschungsinstituten und der Industrie.


B 1

Prof. Dr. Detlef Behrend
Universität Rostock
FA-Mitglied

C 1

Dr. Hans-Jörg Clar
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
11.07.2017

G 1

Prof. Dr. Jürgen Geis-Gerstorfer
Universitätsklinikum Tübingen
Leiter

K 1

Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Geschäftsführer
01.08.2016

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Schnittstelle zum Körper. Biomaterialien

Hüftprothesen aus Titan, Gefäßersatz aus Kunstfasern und Zirconiumoxid-Zahnersatz: Biomaterialien sind in der modernen Medizintechnik längst unersetzlich. Aus Metall, Keramik, Polymeren oder Verbundwerkstoffen maßgeschneidert, interagieren sie mit den Zellen des Körpers und steuern den Verlauf von therapeutischen oder diagnostischen Prozessen. Zentrale Bedeutung haben sie aber auch bei der künstlichen Rekonstruktion von Gewebe, dem „Tissue Engineering“.
Einen Sonderfall stellen „bio-inspirierte Biomaterialien“ dar: Materialien nach Vorbildern aus der Natur, deren in Jahrmillionen optimierte Eigenschaften kaum zu übertreffen sind. Um hier eine optimale Umsetzung zu gewährleisten, müssen die zugrundeliegenden Funktionsweisen der Natur optimal verstanden und umgesetzt werden. Auch deshalb ist die Biomaterialwissenschaft stark interdisziplinär ausgerichtet.

Wegen ihrer enormen medizintechnischen Bedeutung sind innovative Biomaterialien von herausragendem sozialen Interesse. Im größeren Kontext leistet ihre Entwicklung einen wichtigen Beitrag, um in einer stetig alternden Gesellschaft die Lebensqualität zu erhöhen und die Vitalität möglichst lange zu erhalten. Deshalb tragen neue Antworten auf noch ungeklärte Forschungsfragen nicht nur zur Bewältigung des demografischen Wandels bei, sondern auch zur Wettbewerbsfähigkeit der medizintechnisch orientierten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Neue Lösungswege

Bis zum vollständigen Verständnis der grundlegenden Prozesse an der Schnittstelle zwischen Biomaterial und Körper sowie deren sicherer Kontrolle in der Praxis ist es noch ein weiter Weg. Neben der Verlängerung der Lebensdauer von Implantaten stellt hier die Reduktion von Infektionen an Grenzflächen eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahrzehnte dar.

In Zukunft gilt es zudem, die Produktsicherheit und die Qualitätskontrolle von Implantaten zu verbessern. Darüber hinaus muss der Transfer von bioinspirierten Konzepten in Implantaten vereinfacht und der Weg von der Idee zum – möglichst kostengünstig zu produzierenden – Produkt deutlich verkürzt werden. Neue Produktionstechniken wie der 3-D-Druck versprechen hier innovative Lösungswege.

In diesem Zusammenhang könnten vor allem interdisziplinäre Verbundprojekte wie die Sonderforschungsbereiche (SFB/Transregio) und Forschergruppen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), oder die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) geförderten Industrie- Verbundprojekte von Nutzen sein.