Der Fachausschuss „Biomaterialien“

Haben Sie Fragen oder wollen sich aktiv in den Ausschuss einbringen? 

Senden Sie uns Ihre Anfrage an: fachgremien@dgm.de 

Tissue Engineering
Gehört zu:
Biomaterialien
Arbeitskreis Mitglieder: 57

• Verständnis der Interaktionen von Zellen und Biomaterialien (Einfluss verschiedener Materialeigenschaften wie Oberflächenchemie, Topographie, Elastizität, Rauheit, etc. auf primäre Zellen) • Entwicklung von meßgeschneiderte, zelltyp-spezifischen Biomaterialien als Kultivierungssubstrate und 3D-Matrices fürs Tissue Engineering, insbesondere auch für den Weichgewebeersatz • Neue zell- oder gewebebasierte Testsysteme zur Evaluierung von Biomaterialien • Diskussion und Definition von Strategien für Biomaterialien im Tissue Engineering • Informationsaustausch mit andern Arbeitskreisen • nitiation von Kollaborationen, Publikationen und gemeinsame Projektanträge zusammen mit Industrie, universitären und außeruniversitären Einrichtungen


A 1

Dr. Ingo Alig
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit
FA-Mitglied

B 5

FA-Mitglied
Dr. Claudia Bergemann
Universitätsmedizin Rostock
FA-Mitglied
Prof. Dr. Aldo R. Boccaccini
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Dr. Viola Bronsema
Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e.V.
FA-Mitglied
FA-Mitglied

C 2

Dr. Hans-Jörg Clar
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
Dr. Hans-Jörg Clar
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
11.07.2017

D 2

Elena Doblhofer
Universität Bayreuth
FA-Mitglied
Prof. Dr. Karsten Durst
Technische Universität Darmstadt
FA-Mitglied

E 1

Martina B. Elsner
Universität Bayreuth
FA-Mitglied

F 1

Dr. Frank Feyerabend
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied

G 2

Prof. Dr. Rainer Gadow
Universität Stuttgart
FA-Mitglied
Prof. Dr. Michael Gelinsky
Technische Universität Dresden
FA-Mitglied

H 6

Prof. Dr. Andreas Heilmann
Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur v. Werkstoffen und Systemen IMWS
FA-Mitglied
Peter Heinl
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Gerhard Hildebrand
Institut für Bioprozeß- und Analysenmeßtechnik e.V.
FA-Mitglied
Dr. Uta-Christina Hipler
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied
Prof. Dr. Thomas Hirth
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
FA-Mitglied
Dr. Norbert Hort
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied

I 1


K 6

Dr.-Ing. Thomas F. Keller
Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
FA-Mitglied
Prof. Dr. Raimund W. Kinne
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied
Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Geschäftsführer
01.08.2016
Prof. Dr. Petra J. Kluger
Hochschule Reutlingen
Leiterin
Prof. Dr. Tobias Kraus
INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH
FA-Mitglied

L 2

Dr. Aldo Leal-Egana
Universität Bayreuth
FA-Mitglied
Prof. Dr. Klaus Liefeith
Institut für Bioprozeß- und Analysenmeßtechnik e.V.
FA-Mitglied

M 5

FA-Mitglied
Dr. Jürgen A. Mollenhauer
Eberhard Karls Universität Tübingen
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Prof. Dr. Frank A. Müller
Friedrich-Schiller-Universität Jena
FA-Mitglied
Dr. Michaela Müller
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
FA-Mitglied

N 2

Prof. Dr. J. Barbara Nebe
Universitätsmedizin Rostock
FA-Mitglied
Dr. Somchith Nique
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
FA-Mitglied

O 1

Dr.-Ing. Karen Otten
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied

P 2

Dr. Kiran Pawar
Universität Bayreuth
FA-Mitglied
Dr. Oliver Pullig
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
FA-Mitglied

R 4

Jenny Reboredo
Universitätsklinikum Würzburg
FA-Mitglied
Prof. Dr. Kurosch Rezwan
Universität Bremen
FA-Mitglied
Dr. Madeleine Richter
Fachhochschule Flensburg
FA-Mitglied
Dipl.-Ing. Katharina Richter
Fraunhofer IFAM Bremen
FA-Mitglied

S 6

Kristin Schacht
Universität Bayreuth
FA-Mitglied
Prof. Dr. Thomas Scheibel
Universität Bayreuth
FA-Mitglied
Dr. Stefan M. Schiller
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Prof. Jürgen Stampfl
Technische Universität Wien
FA-Mitglied
Susanne Stählke
Universitätsmedizin Rostock
FA-Mitglied

T 1

Prof. Dr. Günter Tovar
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB
FA-Mitglied

W 7

Prof. Dr. Heike Walles
Universitätsklinikum Würzburg
FA-Mitglied
Prof. Annelie Weinberg
Medizinische Universität Graz
FA-Mitglied
Prof. Dr. Jan Werner
Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe Glas/Keramik GmbH
FA-Mitglied
Dr. Cornelia Wiegand
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied
Dr. Ingo Wirth
Fraunhofer IFAM Bremen
FA-Mitglied
Dr. Herbert Wolter
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
FA-Mitglied
Dr. Ralf Wyrwa
INNOVENT e.V.
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Schnittstelle zum Körper. Biomaterialien

Hüftprothesen aus Titan, Gefäßersatz aus Kunstfasern und Zirconiumoxid-Zahnersatz: Biomaterialien sind in der modernen Medizintechnik längst unersetzlich. Aus Metall, Keramik, Polymeren oder Verbundwerkstoffen maßgeschneidert, interagieren sie mit den Zellen des Körpers und steuern den Verlauf von therapeutischen oder diagnostischen Prozessen. Zentrale Bedeutung haben sie aber auch bei der künstlichen Rekonstruktion von Gewebe, dem „Tissue Engineering“.
Einen Sonderfall stellen „bio-inspirierte Biomaterialien“ dar: Materialien nach Vorbildern aus der Natur, deren in Jahrmillionen optimierte Eigenschaften kaum zu übertreffen sind. Um hier eine optimale Umsetzung zu gewährleisten, müssen die zugrundeliegenden Funktionsweisen der Natur optimal verstanden und umgesetzt werden. Auch deshalb ist die Biomaterialwissenschaft stark interdisziplinär ausgerichtet.

Wegen ihrer enormen medizintechnischen Bedeutung sind innovative Biomaterialien von herausragendem sozialen Interesse. Im größeren Kontext leistet ihre Entwicklung einen wichtigen Beitrag, um in einer stetig alternden Gesellschaft die Lebensqualität zu erhöhen und die Vitalität möglichst lange zu erhalten. Deshalb tragen neue Antworten auf noch ungeklärte Forschungsfragen nicht nur zur Bewältigung des demografischen Wandels bei, sondern auch zur Wettbewerbsfähigkeit der medizintechnisch orientierten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Neue Lösungswege

Bis zum vollständigen Verständnis der grundlegenden Prozesse an der Schnittstelle zwischen Biomaterial und Körper sowie deren sicherer Kontrolle in der Praxis ist es noch ein weiter Weg. Neben der Verlängerung der Lebensdauer von Implantaten stellt hier die Reduktion von Infektionen an Grenzflächen eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahrzehnte dar.

In Zukunft gilt es zudem, die Produktsicherheit und die Qualitätskontrolle von Implantaten zu verbessern. Darüber hinaus muss der Transfer von bioinspirierten Konzepten in Implantaten vereinfacht und der Weg von der Idee zum – möglichst kostengünstig zu produzierenden – Produkt deutlich verkürzt werden. Neue Produktionstechniken wie der 3-D-Druck versprechen hier innovative Lösungswege.

In diesem Zusammenhang könnten vor allem interdisziplinäre Verbundprojekte wie die Sonderforschungsbereiche (SFB/Transregio) und Forschergruppen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), oder die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) geförderten Industrie- Verbundprojekte von Nutzen sein.