Der Fachausschuss „Biomaterialien“

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Antimikrobielle Biomaterialien
Gehört zu:
Biomaterialien
Arbeitskreis Mitglieder: 22

• Aufgreifen von industriellen und wissenschaftlichen Fragestellungen zur Biofilmbildung auf Biomaterialien • Erarbeiten eines wissenschaftlichen Verständnisses des Zusammenhangs zwischen Materialeigenschaften und der Anlagerung von Mikroben • Etablierung von Testverfahren zum Nachweis antimikrobieller Effekte von Biomaterialien • Imitieren von gemeinsamen Forschung- und Entwicklungsvorhaben • Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitsgruppen, die sich mit antimikrobiellen Biomaterialien tätig sind, und der Netzwerkbildung


B 3

Dr. Janine Bauer
Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Jörg Bossert
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Leiter
Peggy Brückner
Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.
FA-Mitglied

C 1

Dr. Hans-Jörg Clar
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
11.07.2017

D 2

Carolin Dewald
Friedrich-Schiller-Universität Jena
FA-Mitglied
Dr. Fuping Dong
Friedrich-Schiller-Universität Jena
FA-Mitglied

E 1

Dr. Andrea Ewald
Universitätsklinikum Würzburg
FA-Mitglied

F 1

Dr. Susanne Finger
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied

G 2

Michael Gladitz
Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.
FA-Mitglied
Stefanie Griesheim
Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.
FA-Mitglied

K 2

Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
01.08.2016
Dr. Jan Kuever
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT
FA-Mitglied

L 1

Dr. Claudia Lüdecke-Beyer
Friedrich-Schiller-Universität Jena
FA-Mitglied

M 1

Peter Muranyi
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
FA-Mitglied

R 1

Dr. Martin Roth
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
FA-Mitglied

S 1

Prof. Dr. Bernd W. Sigusch
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied

T 1

Julian Thielmann
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
FA-Mitglied

V 1

Andrea Völpel
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied

W 3

FA-Mitglied
Dr. Cornelia Wiegand
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied
Dr. Ralf Wyrwa
INNOVENT e.V.
FA-Mitglied

Z 1

Dr. Sergiy Zankovych
Friedrich-Schiller-Universität Jena
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Vergangene Termine

5th Euro BioMAT - European Symposium and Exhibition on Biomaterials and Related Areas
  • 08.05. - 09.05.2019
  • Park Inn Hotel Weimar | Weimar-Legefeld, Germany
Webseite

Schnittstelle zum Körper. Biomaterialien

Hüftprothesen aus Titan, Gefäßersatz aus Kunstfasern und Zirconiumoxid-Zahnersatz: Biomaterialien sind in der modernen Medizintechnik längst unersetzlich. Aus Metall, Keramik, Polymeren oder Verbundwerkstoffen maßgeschneidert, interagieren sie mit den Zellen des Körpers und steuern den Verlauf von therapeutischen oder diagnostischen Prozessen. Zentrale Bedeutung haben sie aber auch bei der künstlichen Rekonstruktion von Gewebe, dem „Tissue Engineering“.
Einen Sonderfall stellen „bio-inspirierte Biomaterialien“ dar: Materialien nach Vorbildern aus der Natur, deren in Jahrmillionen optimierte Eigenschaften kaum zu übertreffen sind. Um hier eine optimale Umsetzung zu gewährleisten, müssen die zugrundeliegenden Funktionsweisen der Natur optimal verstanden und umgesetzt werden. Auch deshalb ist die Biomaterialwissenschaft stark interdisziplinär ausgerichtet.

Wegen ihrer enormen medizintechnischen Bedeutung sind innovative Biomaterialien von herausragendem sozialen Interesse. Im größeren Kontext leistet ihre Entwicklung einen wichtigen Beitrag, um in einer stetig alternden Gesellschaft die Lebensqualität zu erhöhen und die Vitalität möglichst lange zu erhalten. Deshalb tragen neue Antworten auf noch ungeklärte Forschungsfragen nicht nur zur Bewältigung des demografischen Wandels bei, sondern auch zur Wettbewerbsfähigkeit der medizintechnisch orientierten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Neue Lösungswege

Bis zum vollständigen Verständnis der grundlegenden Prozesse an der Schnittstelle zwischen Biomaterial und Körper sowie deren sicherer Kontrolle in der Praxis ist es noch ein weiter Weg. Neben der Verlängerung der Lebensdauer von Implantaten stellt hier die Reduktion von Infektionen an Grenzflächen eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahrzehnte dar.

In Zukunft gilt es zudem, die Produktsicherheit und die Qualitätskontrolle von Implantaten zu verbessern. Darüber hinaus muss der Transfer von bioinspirierten Konzepten in Implantaten vereinfacht und der Weg von der Idee zum – möglichst kostengünstig zu produzierenden – Produkt deutlich verkürzt werden. Neue Produktionstechniken wie der 3-D-Druck versprechen hier innovative Lösungswege.

In diesem Zusammenhang könnten vor allem interdisziplinäre Verbundprojekte wie die Sonderforschungsbereiche (SFB/Transregio) und Forschergruppen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), oder die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) geförderten Industrie- Verbundprojekte von Nutzen sein.