Der Fachausschuss „Magnesium“

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Magnesium-Bio-Werkstoffe
Gehört zu:
Magnesium
Arbeitskreis Mitglieder: 38

Das aktuell wachsende Interesse an temporären Implantaten auf Basis von Magnesium und seinen Legierungen führt zu einer immer größer werden Anzahl von Forschungsgruppen und industriegeleiteten Entwicklungen. Hierbei stellen sich jedoch noch zahlreiche Fragen von der Legierungswahl über die Herstellung und Prozessführung bis hin zur exakten Einstellung von anwendungsbezogenen Eigenschaftsprofilen. Weiterhin ergeben sich dabei auch Fragen der Interaktion der Magnesium-Basiswerkstoffe mit der biologischen Umgebung und deren Biokompatibilität. Der Arbeitskreis "Magnesium-Bio-Werkstoffe" des DGM-Fachausschusses Magnesium richtet sich an ein interdisziplinäres Fachpublikum, um gemeinsam offene Fragen vor dem Hintergrund der internationalen Literatur zu erörtern und dabei insbesondere die Schwerpunkte auf die Bereiche Materialdesign, Herstellung, Prozessführung und Funktionsprüfung zu legen. Der Arbeitskreis bietet somit ein perfektes Forum für den Austausch zwischen den Bereichen Forschung, Herstellung / Verarbeitung und Anwendung.


A 1

FA-Mitglied

B 2

Dr. Susanne Bender
Institut für Lacke und Farben e.V.
FA-Mitglied
FA-Mitglied

D 1

Dr. Hajo Dieringa
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied

E 1

Dr.-Ing. Marcus Engelhardt
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied

F 2

Dr. Frank Feyerabend
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied
Prof. Dr. Claudia Fleck
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied

G 1

Norbert Grittner
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied

H 3

Dr. Andreas Heyn
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
FA-Mitglied
Dr. Norbert Hort
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied
Dr. Anja C. Hänzi
Nobel Biocare Services AG
FA-Mitglied

I 1


K 4

Andreas Keck
G.Rau GmbH & Co. KG
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Thomas F. Keller
Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
FA-Mitglied
Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
01.08.2016
Dr. Christian Klose
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied

L 2

Arne Lucas
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied
Dr. Tomasz Ludian
Rolls-Royce Deutschland Ltd & CO KG
FA-Mitglied

M 2

FA-Mitglied
Dr.-Ing. Sören Müller
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied

N 3

Prof. Dr. Volkmar Neubert
Technische Universität Clausthal
FA-Mitglied
Dr. Somchith Nique
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
FA-Mitglied
Prof. Dr. Ulf Noster
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH)
FA-Mitglied

O 1

Katja Otto
Universitätsklinikum Jena
FA-Mitglied

R 1

Dr.-Ing. Paul Rosemann
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
FA-Mitglied

S 5

Robert Schavan
Syntellix AG
FA-Mitglied
Sören Scheffler
Fraunhofer IGCV
FA-Mitglied
Prof. Dr. Rainer Schmid-Fetzer
Technische Universität Clausthal
FA-Mitglied
Dr. Christian Schmidt
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
FA-Mitglied

U 1

FA-Mitglied

W 6

Prof. Dr. Regine Willumeit-Römer
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied
Dr. Nicholas Winzer
thyssenkrupp Steel Europe AG
FA-Mitglied
Prof. Dr. Frank Witte
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Leiter
Martin Wolff
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied
Dr. Herbert Wolter
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
FA-Mitglied
Dr. Ralf Wyrwa
INNOVENT e.V.
FA-Mitglied

Z 1

FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Vergangene Termine

5th Euro BioMAT - European Symposium and Exhibition on Biomaterials and Related Areas
  • 08.05. - 09.05.2019
  • Park Inn Hotel Weimar | Weimar-Legefeld, Germany
Webseite

Das Leichtgewicht. Magnesium

Magnesiumlegierungen sind echte Leichtgewichte – und deshalb für Maschinen-, Automobil- und Flugzeugbau gleichermaßen von Interesse. Selbst Legierungen aus Aluminium, mit denen Magnesium innerhalb der Industrieproduktion in starker Konkurrenz steht, sind bis zu 30 Prozent schwerer. Und im Vergleich zu Stahl lässt sich mit Magnesium sogar bis zu 70 Prozent an Masse einsparen.

Da Energie notwendig ist, um Masse zu beschleunigen und in Bewegung zu halten, würde ein breiterer Einsatz von Magnesiumlegierungen also zu einer enormen Spriteinsparung führen – und damit zu einem weitaus geringeren CO2-Ausstoss als bei anderen Legierungen. Die dadurch gesteigerte Fahrzeugeffizienz kommt nicht zuletzt auch dem Transportwesen zugute, da sich so bei gleichem Energieverbrauch Reichweiten und Gütermengen steigern lassen.

Wissen verbessern – schon im Unterricht

Bei der Lösung von Herausforderungen rund um den Einsatz von Magnesium in der industriellen Fertigung ist Deutschland gemeinsam mit Asien Spitzenreiter. Trotzdem ist das Wissen um seine Eigenschaften und Vorteile in der Öffentlichkeit, aber auch bei Konstruktionsingenieuren oft lückenhaft. Trotz zahlreicher FuE-Maßnahmen wird dieses Unwissen nicht selten zum Problem.

Das hat damit zu tun, das sich schon der schulische Chemieunterricht im Experiment eher auf die wenig hilfreiche, aber wegen der gleißend hellen Flamme effektvoll umzusetzende Erkenntnis reduziert, dass Magnesiumbänder brennbar sind (was unter bestimmten Umständen praktisch für alle Metalle gilt). Auch in der Hochschullehre, etwa in Vorlesungen, kommt Magnesium – anders als zum Beispiel Stahl – kaum vor.

Deshalb wird die Verbreitung von korrekten Informationen zum Eigenschaftsprofil und der Verarbeitung von Magnesiumlegierungen in Deutschland einen höheren Stellenwert bekommen müssen. Hier besteht – im schulischen Umfeld angefangen, und in der Hochschullehre weitergehend – erhöhter Bildungsbedarf. An den entsprechenden Maßnahmen sollten sich Forschungseinrichtungen ebenso beteiligen wie betroffene Unternehmen und Einrichtungen wie die DGM. Dies allerdings erfordert auf jeden Fall einen erhöhten Personaleinsatz. Rein ehrenamtliche Tätigkeiten sind hier nicht ausreichend.

Wozu ein besserer Informationsfluss führen kann, haben die USA unlängst vorgemacht. Dort will die Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) Magnesium noch im Jahr 2015 in Flugzeugkabinen zulassen. So ist auch in der Luftfahrt ist in naher Zukunft weiterer Forschungsbedarf zu erwarten.