Der Fachausschuss „Magnesium“

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Konstruktionswerkstoffe
Gehört zu:
Magnesium
Arbeitskreis Mitglieder: 27

Magnesium stellt spezifische Anforderung an Konstrukteure und Anwender. Da Magnesiumlegierungen in Ausbildung und Lehre leider oft unterrepräsentiert sind, stehen zum Teil nur unzureichende Informationen für den potentiellen Anwender zur Verfügung. Dieser Arbeitskreis „Konstruktionswerkstoffe“ stellt daher eine Plattform zur Verfügung, in der Einsatzmöglichkeiten, Konstruktions- und Verarbeitungshinweise und Werkstoffdaten ausgetauscht werden können Dies schließt auch den sicheren Umgang mit Magnesium ein. Weiterhin bietet er Interessenten Diskussions- und Informationsmöglichkeiten sowie Lösungsansätze für den Einsatz von Magnesium durch den Kontakt zu einer aktiven Forschungsgemeinschaft und Mg-Anwendern.


A 1

Dr. Talal Al-Samman
RWTH Aachen University
FA-Mitglied

B 1

Dr. Dirk Bormann
TRIMET Automotive Holding GmbH
FA-Mitglied

D 1

Gabriele Dietze
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
FA-Mitglied

E 2

FA-Mitglied
Dr.-Ing. Marcus Engelhardt
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied

G 2

Norbert Grittner
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied
Dr. Robert Günther
Technische Universität Hamburg-Harburg
FA-Mitglied

H 2

Michael Hepke
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied
Dr. Norbert Hort
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
Leiter

K 3

Gerald Klaus
RWTH Aachen University
FA-Mitglied
Prof. Dr. Friedrich Klein
Aalener Gesellschaft für Leichtbauteile mbH
FA-Mitglied
Dr. Christian Klose
Leibniz Universität Hannover
FA-Mitglied

L 2

Prof. Dr. Thomas Lampke
Technische Universität Chemnitz
FA-Mitglied
Dr. Dietmar Letzig
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied

M 2

Prof. Dr. Silke Mücklich
Westsächsische Hochschule Zwickau
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Sören Müller
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied

R 2

Heinz-Peter Reichel
Weisensee Warmpressteile GmbH
FA-Mitglied
Stefan Riekehr
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied

S 5

Sören Scheffler
Fraunhofer IGCV
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Andreas Schiffl
Hammerer Aluminium Industries Holding GmbH
FA-Mitglied
Dr. Christian Schmidt
TU Bergakademie Freiberg
FA-Mitglied
Jean-Marc Ségaud
BMW Group Werk Landshut
FA-Mitglied
Thomas Stürzel
ZF Friedrichshafen AG
FA-Mitglied
12.06.2018

U 1

FA-Mitglied

W 3

Prof. Dr.-Ing. Frank Walther
Technische Universität Dortmund
FA-Mitglied
Dr. Nicholas Winzer
thyssenkrupp Steel Europe AG
FA-Mitglied
Franz-Josef Wöstmann
Fraunhofer IFAM Bremen
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

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Das Leichtgewicht. Magnesium

Magnesiumlegierungen sind echte Leichtgewichte – und deshalb für Maschinen-, Automobil- und Flugzeugbau gleichermaßen von Interesse. Selbst Legierungen aus Aluminium, mit denen Magnesium innerhalb der Industrieproduktion in starker Konkurrenz steht, sind bis zu 30 Prozent schwerer. Und im Vergleich zu Stahl lässt sich mit Magnesium sogar bis zu 70 Prozent an Masse einsparen.

Da Energie notwendig ist, um Masse zu beschleunigen und in Bewegung zu halten, würde ein breiterer Einsatz von Magnesiumlegierungen also zu einer enormen Spriteinsparung führen – und damit zu einem weitaus geringeren CO2-Ausstoss als bei anderen Legierungen. Die dadurch gesteigerte Fahrzeugeffizienz kommt nicht zuletzt auch dem Transportwesen zugute, da sich so bei gleichem Energieverbrauch Reichweiten und Gütermengen steigern lassen.

Wissen verbessern – schon im Unterricht

Bei der Lösung von Herausforderungen rund um den Einsatz von Magnesium in der industriellen Fertigung ist Deutschland gemeinsam mit Asien Spitzenreiter. Trotzdem ist das Wissen um seine Eigenschaften und Vorteile in der Öffentlichkeit, aber auch bei Konstruktionsingenieuren oft lückenhaft. Trotz zahlreicher FuE-Maßnahmen wird dieses Unwissen nicht selten zum Problem.

Das hat damit zu tun, das sich schon der schulische Chemieunterricht im Experiment eher auf die wenig hilfreiche, aber wegen der gleißend hellen Flamme effektvoll umzusetzende Erkenntnis reduziert, dass Magnesiumbänder brennbar sind (was unter bestimmten Umständen praktisch für alle Metalle gilt). Auch in der Hochschullehre, etwa in Vorlesungen, kommt Magnesium – anders als zum Beispiel Stahl – kaum vor.

Deshalb wird die Verbreitung von korrekten Informationen zum Eigenschaftsprofil und der Verarbeitung von Magnesiumlegierungen in Deutschland einen höheren Stellenwert bekommen müssen. Hier besteht – im schulischen Umfeld angefangen, und in der Hochschullehre weitergehend – erhöhter Bildungsbedarf. An den entsprechenden Maßnahmen sollten sich Forschungseinrichtungen ebenso beteiligen wie betroffene Unternehmen und Einrichtungen wie die DGM. Dies allerdings erfordert auf jeden Fall einen erhöhten Personaleinsatz. Rein ehrenamtliche Tätigkeiten sind hier nicht ausreichend.

Wozu ein besserer Informationsfluss führen kann, haben die USA unlängst vorgemacht. Dort will die Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) Magnesium noch im Jahr 2015 in Flugzeugkabinen zulassen. So ist auch in der Luftfahrt ist in naher Zukunft weiterer Forschungsbedarf zu erwarten.