Der Fachausschuss „Materialographie“

Mikroskopie der Kunststoffe und Kunststoffverbunde
Gehört zu:
Materialographie
Arbeitskreis Mitglieder: 36

Neben den eingeführten Arbeitsmethoden der Auflichtmikroskopie an metallischen Werkstoffen erfordern Polymere von dem Bearbeiter neue, ihm oft unbekannte Mikroskopiemethoden. Wobei besonders die gefüllten und verstärkten Kunststoffe mit den bewährten Techniken der Metallographie präpariert und untersucht werden können. Hier bereitet die Auswertung der mikroskopischen Bilder die größten Schwierigkeiten. Zusätzlich wird neben diesen bekannten und eingeführten Methoden für die Kunststoffuntersuchung die ganze Palette der Durchlichtmikroskopie benötigt. Eine herausragende Rolle spielt hier die Durchlichtpolarisationsmikroskopie mit den enormen Möglichkeiten der messenden Mikroskopie bis hin zu anspruchsvollen Achsenbildauswertungen. Diese Methoden eröffnen das weite Feld der zerstörungsfreien on line Prüfmethoden. Dabei werden neben den Bauteilbildern stets auch Messwerte gewonnen, welch gut mit den Formteileigenschaften korrelieren. Die Arbeitskreissitzung im Herbst 2012 beschäftigt sich ganz speziell mit diesen Problemen. Daneben wird die breite Palette der konfokalen Mikroskopie behandelt. Besonderer Wert wird bei dieser Veranstaltung auf die praktische Durchführung der Messmethoden und die Auswertung der Messergebnisse gelegt.

• Aufgreifen von industriellen und wissenschaftlichen Fragestellungen zu den Problemen der theoretischen Grundlagen der Kunststoffmikroskopie und deren Umsetzung am Mikroskop • Weiterbildung der Fachleute auf dem Gebiet der Kunststoffmikroskopie • Erfahrungsaustausch zum Einfluss der Probenpräparation auf das Ergebnis lichtmikroskopischer Verfahren • Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitsgruppen, die auf dem Gebiet der Kunststoffmikroskopie tätig sind


B 1

Dr.-Ing. Jörg Bossert
Friedrich-Schiller-Universität Jena
FA-Mitglied

C 1

Heinz-Hubert Cloeren
Cloeren Technology GmbH
stellv. Leiter
10.11.2016

D 1

Nadine Drews
Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
FA-Mitglied

H 1

Prof. Dr. Christian Hopmann
RWTH Aachen University
FA-Mitglied

J 4

FA-Mitglied
Prof. Dr. Klaus D. Jandt
Friedrich-Schiller-Universität Jena
FA-Mitglied
Gundula Jeschke
Lette-Verein Berlin Technische Berufsfachschule
FA-Mitglied
Ariane Jungmeier
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied

K 9

Birgit Kaiser
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Sengül Karasahin
Atotech Deutschland GmbH
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Stefan Kempinger
Marquardt GmbH
FA-Mitglied
Dr. Bernd Keul
Airbus Operations GmbH
FA-Mitglied
Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
01.08.2016
Horst Kruspe
Emitec Produktion Eisenach GmbH
FA-Mitglied
Christoph Kröber
Institut für Ingenieurdienstleistung, Wissenschaftsjournalismus, Schul
FA-Mitglied
Katrin Kuhnke
Hydro Aluminium Rolled Products GmbH
FA-Mitglied

L 1

Matthias C. Laun
Continental Emitec GmbH
FA-Mitglied

M 2

Frank Malz
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit
FA-Mitglied
Dr. Volker Marx
ThyssenKrupp Steel AG
FA-Mitglied

O 1

Adelheid Ohl
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
FA-Mitglied

P 5

Renate Pausch
Kunststoff-Zentrum in Leipzig gGmbH
FA-Mitglied
Renate Peters
RWTH Aachen University
FA-Mitglied
Prof. Dr. Pedro D. Portella
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Felicitas Predel
Universität Stuttgart
FA-Mitglied
Uta Proettel
Robert Bosch GmbH
FA-Mitglied

R 1

Prof. Dr. Bernhard Rieger
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
FA-Mitglied

S 5

Karl-Heinz Scholz
VOLKSWAGEN AG
FA-Mitglied
Tobias Schuster
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit
FA-Mitglied
Sascha Sedelmeier
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit
FA-Mitglied
Andreas Seefried
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Petra Severloh
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
FA-Mitglied

T 2

Angelika Till
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit
FA-Mitglied
Leiter
28.07.2016

W 2

FA-Mitglied
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Gefüge und Strukturen. Materialographie

Um Werkstoffe immer besser an ihre Einsatzbedingungen anpassen und neue Anwendungen für sie erschließen zu können, müssen Methoden und Geräte kontinuierlich weiterentwickelt werden, die zur Gefüge- und Strukturuntersuchung von Materialien dienen. Diese Aufgabe erfüllt die Materialographie. Dies beinhaltet Probenpräparationsverfahren, verschiedenste mikroskopischen Methoden (einschließlich der Elektronenmikroskopie und der hoch auflösenden Röntgen-Computertomographie) sowie die Analyse, Bewertung und Dokumentation der mikroskopischen Untersuchungsergebnisse.

Im Klimaschutz, aber auch auf den Gebieten der Ressourceneffizienz und der Nachhaltigkeit leistet die Materialographie wichtige Beiträge. Nicht zuletzt dient sie dazu, durch eine Weiterentwicklung der Verständnisbasis von Materialien die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie auf den unterschiedlichsten Feldern zu sichern – und damit den Wohlstand der Gesellschaft und den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Besser berechnen lernen

Im Bereich der hochaufgelösten Rasterelektronenmikroskopie (REM) mit fokussiertem Ionenstrahl (FIB), der Atomsondentomographie und der 3D-Mikroskopie, aber auch bei der digitalen Bildanalyse sowie auf dem Gebiet der computergesteuerten Mikroskope und der Röntgenmikroskopie konnten in den letzten Jahren zahlreiche Durchbrüche erzielt werden. In den nächsten Jahren sind trotzdem noch viele Herausforderungen zu meistern. So muss die Automatisierte Multiskalen-3D-Mikroskopie für die Materialographie ebenso weiter entwickelt werden wie jene Möglichkeiten, die zur Erstellung (physikalischer) Modelle zur Beschreibung der Gefüge-Eigenschaftskorrelationen führen können: Auf diesen Gebieten gibt es noch große Potenziale für die Forschung.

Zur Weiterentwicklung der Materialographie sind in diesem Rahmen Forschungsprojekte zum Thema Methodenentwicklung für wichtige Querschnittsthemen zwingend notwendig: etwa zur Verbesserung mikroskopischer Methoden oder zur Entwicklung physikalischer Modelle, mit denen sich Eigenschaften aus der chemischen Zusammensetzung und dem Gefüge besser als bisher berechnen lassen. Auch in der Simulation der Entstehung von Gefügen sowie der Berechnung der Eigenschaften aus dem Gefüge existiert großer Forschungsbedarf. Hierzu müssen interdisziplinärer Projektteams geschaffen und vor allem auch IT-Kompetenz mit eingebunden werden.