Der Fachausschuss „Materialographie“

Atomsondentomographie
Gehört zu:
Materialographie
Arbeitskreis Mitglieder: 16

Das Fachforum 3D-Gefügeanalyse und Tomographie im DGM Fachausschuss Materialographie soll alle Aspekte der skalenübergreifenden 3D-Abbildung, Rekonstruktion, Analyse, Simulation und Visualisierung von Werkstoffgefügen bearbeiten sowie den fachlichen Austausch von Experten und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit auf diesem Gebiet erleichtern und vorantreiben. Interessante wissenschaftliche Fragestellungen, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung, sollen in den Treffen des Fachausschusses identifiziert und gemeinsame Drittmittel-Projekte sowie Workshops, Symposien bzw. Tagungen unter dem Dach der DGM  initiiert werden.


Die Themenschwerpunkte werden durch spezielle Arbeitskreise gesetzt, die sich an den unterschiedlichen methodischen Schwerpunkten Atomsondentomographie, Elektronentomographie, Röntgentomographie, Serienschnitt-Tomographie und 3D Data Science orientieren. In Zukunft sind auch weitere Arbeitskreise denkbar, wenn dies der Gesamtthematik dient.


B 3

Dipl.-Ing. Jenifer Barrirero
Universität des Saarlandes
stellv. Leiterin
Prof. Dr. Erik Bitzek
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Dr. Torben Boll
Chalmers University of Technology
FA-Mitglied

F 1

Prof. Dr. Peter Felfer
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
Leiter

G 2

Dr. Baptiste Gault
Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH
FA-Mitglied
FA-Mitglied

H 1

Marcus Hans
RWTH Aachen University
FA-Mitglied

J 1

Jan Josten
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied

K 2

Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
Dr. Christian Kübel
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
FA-Mitglied

L 1

Steffen Lamm
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied

M 1

Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich
Material Engineering Center Saarland - MECS
FA-Mitglied

R 1

Prof. Dr. Guillermo Requena
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
FA-Mitglied

S 1

Prof. Dr. Guido Schmitz
Universität Stuttgart
stellv. Leiter

W 1

Dr. Daniel Wolf
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.
FA-Mitglied

Z 1

Carolin Zenk
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Gefüge und Strukturen. Materialographie

Um Werkstoffe immer besser an ihre Einsatzbedingungen anpassen und neue Anwendungen für sie erschließen zu können, müssen Methoden und Geräte kontinuierlich weiterentwickelt werden, die zur Gefüge- und Strukturuntersuchung von Materialien dienen. Diese Aufgabe erfüllt die Materialographie. Dies beinhaltet Probenpräparationsverfahren, verschiedenste mikroskopischen Methoden (einschließlich der Elektronenmikroskopie und der hoch auflösenden Röntgen-Computertomographie) sowie die Analyse, Bewertung und Dokumentation der mikroskopischen Untersuchungsergebnisse.

Im Klimaschutz, aber auch auf den Gebieten der Ressourceneffizienz und der Nachhaltigkeit leistet die Materialographie wichtige Beiträge. Nicht zuletzt dient sie dazu, durch eine Weiterentwicklung der Verständnisbasis von Materialien die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie auf den unterschiedlichsten Feldern zu sichern – und damit den Wohlstand der Gesellschaft und den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Besser berechnen lernen

Im Bereich der hochaufgelösten Rasterelektronenmikroskopie (REM) mit fokussiertem Ionenstrahl (FIB), der Atomsondentomographie und der 3D-Mikroskopie, aber auch bei der digitalen Bildanalyse sowie auf dem Gebiet der computergesteuerten Mikroskope und der Röntgenmikroskopie konnten in den letzten Jahren zahlreiche Durchbrüche erzielt werden. In den nächsten Jahren sind trotzdem noch viele Herausforderungen zu meistern. So muss die Automatisierte Multiskalen-3D-Mikroskopie für die Materialographie ebenso weiter entwickelt werden wie jene Möglichkeiten, die zur Erstellung (physikalischer) Modelle zur Beschreibung der Gefüge-Eigenschaftskorrelationen führen können: Auf diesen Gebieten gibt es noch große Potenziale für die Forschung.

Zur Weiterentwicklung der Materialographie sind in diesem Rahmen Forschungsprojekte zum Thema Methodenentwicklung für wichtige Querschnittsthemen zwingend notwendig: etwa zur Verbesserung mikroskopischer Methoden oder zur Entwicklung physikalischer Modelle, mit denen sich Eigenschaften aus der chemischen Zusammensetzung und dem Gefüge besser als bisher berechnen lassen. Auch in der Simulation der Entstehung von Gefügen sowie der Berechnung der Eigenschaften aus dem Gefüge existiert großer Forschungsbedarf. Hierzu müssen interdisziplinärer Projektteams geschaffen und vor allem auch IT-Kompetenz mit eingebunden werden.