Der Fachausschuss „Stranggießen“

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Ofenunabhängige Kokille - Aluminium
Gehört zu:
Stranggießen
Arbeitskreis Mitglieder: 19

  • Aufgreifen von industriellen und wissenschaftlichen Fragestellungen auf dem Gebiet des Stranggießens von NE-Metallen, angefangen beim Schmelzen bis zum Gießen mit unterschiedlichen Verfahren.
  • Erarbeiten eines wissenschaftlich fundierten Verständnisses des Einflusses von Gießparametern auf Temperatur- und Spannungsfelder sowie der daraus resultierenden Wirkung auf Erstarrung, Geometrie, Gußfehler, Gefüge und Seigerungen.
  • Initiieren von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben: gemeinsame Projekte von Universitäten, Forschungsinstituten und der Industrie
  • Erfahrungsaustausch zwischen Gießern aus der betrieblichen Praxis und industrieller Entwicklung einerseits und universitärer Forschung andererseits, Netzwerkbildung zwischen erfahrenen Experten sowie jungen Absolventen und Berufsanfängern.


B 3

Dr. Dietmar Bramhoff
TRIMET Aluminium SE
Leiter
FA-Mitglied
Dr. Holm Böttcher
AMAG casting GmbH
FA-Mitglied

D 1

Dr. Werner Droste
Hydro Aluminium Rolled Products GmbH
FA-Mitglied

F 2

FA-Mitglied
Marc Flüshöh
AGN - Aluminium GmbH Nachrodt
FA-Mitglied

I 1

Danny Isensee
Aluwerk Hettstedt GmbH
FA-Mitglied

K 3

Birgit Kunen
Hueck Extrusion GmbH & Co. KG.
FA-Mitglied
Lorenz Kögler
HAI Aluminium
FA-Mitglied
Thomas Köhler
TRIMET Aluminium SE
FA-Mitglied

L 1

Jörg Leibnitz
Constellium Singen GmbH
FA-Mitglied

M 3

Philip Meslage
Aluminium Norf GmbH
stellv. Leiter
Dr. Johannes Morscheiser
Aleris Rolled Products Germany GmbH
FA-Mitglied

P 1

Jürgen Pennekamp
Hueck Extrusion GmbH & Co. KG.
FA-Mitglied

R 1

Dr. Dirk Rode
HME Copper Germany GmbH
FA-Mitglied

S 2

Uwe Schmidt
Thöni Deutschland GmbH
FA-Mitglied
Dr. Markus Schober
Hammerer Aluminium Industries Holding GmbH
FA-Mitglied

V 1

Petra von der Bey
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Vergangene Termine


Arbeitskreis Ofenunabhängige Kokille - Aluminium im FA Stranggießen
  • 11.05. - 12.05.2016
  • AMAG Austria Metall AG, Ranshofen | Ranshofen
Details

Qualität aus einem Guss. Stranggießen

Stranggießen bezeichnet eine Fertigungstechnik, bei der mit Hilfe von wiederverwendbaren Formen (Kokillen) vorgefertigte Produkte (Halbzeuge) wie Bleche, Stangen, Rohre oder Platten aus verflüssigten Eisen- und Nichteisenlegierungen wie Kupfer oder Aluminium hergestellt werden können.

In der Fertigungstechnik sind Halbzeuge die mit Abstand verbreitetste Form für Metallwerkstoffe – und damit von enormer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Trotzdem reduziert sich die Anzahl ihrer Produzenten im Zuge der Globalisierung dramatisch. Um hier die ökonomische Stellung Deutschlands zu wahren, ist die ständige Verbesserung der Verfahren vom Schmelzen bis zum Gießen unter ökonomischen, aber auch unter Umwelt- und Qualitätsaspekten entscheidend.

Besser simulieren

Um den Einflusses von Gießparametern auf Temperatur- und Spannungsfelder sowie die daraus resultierende Wirkung auf Erstarrung, Geometrie, Gussfehler, Gefüge und Entmischungen (Seigerungen) zunehmend besser zu verstehen, zu optimieren und auch die Kosten für aufwändige Versuche zu reduzieren, ist es zukünftig wichtig, die Simulation etwa der Temperatur- und Spannungsfelder sowie die Modellierung der elektromagnetischen Strömungsbeeinflussung metallischer Schmelzen in Induktionsöfen und in der Kokille zu verbessern. In diesem Rahmen gewinnt auch die Vorhersage von Gefüge- und Werkstoffeigenschaften an Bedeutung. Dazu sind verbesserte Kenntnisse der Stoffwerte und von Randbedingungen wie beispielsweise des Wärmeübergangs in der Primär- und Sekundärkühlung unabdingbar.

Zudem müssen in den nächsten Jahren verfeinerter Modelle zur Beschreibung der Vorgänge auf der Mikroebene (Kristallwachstum, Steigerungen, Porenbildung, Rissentstehung, Rissausbreitungn etc.) entwickelt werden – ebenso wie Maßnahmen, die die Erkenntnisse auf der Makroebene anwendbar machen. Experimente sollen den Wärmeübergang in der Sekundärkühlzone beim Stranggießen und damit jene Einflüsse untersuchen, die Oberflächenrauigkeit, Legierung oder Oberflächentemperatur betreffen.

Um sich den kommenden Herausforderungen zu stellen, sollten in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gemeinsame Projekte von Universitäten, Forschungsinstituten und der Industrie initiiert werden, die auch Energieeffizienzaspekte mit einbeziehen. Darüber hinaus ist der Erfahrungsaustausch zwischen Gießern aus der betrieblichen Praxis und industrieller Entwicklung einerseits und der universitären Forschung ebenso zwingend wie ein Vergleich verschiedener Verfahren in den Betrieben.