Der Fachausschuss „Werkstoffcharakterisierung mit Strahllinien“

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Werkstoffcharakterisierung mit Strahllinien
Fachausschuss Mitglieder: 61

    Der DGM-Fachausschuss thematisiert die Nutzung von Großforschungsstrahlungsquellen zur Charakterisierung von Werkstoffen. Er will über Neuentwicklungen (Quellen, Beamlines, Probenumgebungen etc.) informieren und eine Plattform für Projektpartnerschaften bzw. Patenschaften mit der Industrie im Bereich der Verbundforschung zu neuen Methoden der Materialanalyse sein. Ferner versteht er sich als Beratergremium für mögliche Anwendungen von Strahllinien im MatWerk-Bereich. In den Sitzungen und den vom Fachausschuss organisierten Symposien treffen sich überwiegend Mitarbeiter von Universitäten und Forschungseinrichtungen aus ganz Europa, die unterschiedliche Analysemethoden zur Materialcharakterisierung repräsentieren sowie Vertreter industrieller Forschung.

    Der Fachausschuss versteht sich als Vermittler zwischen Grundlagenforschung und industriellen Belangen. In letzterem Falle vermittelt er zwischen Nutzern und Betreibern von Strahllinien, etwa durch Informationen zu Technik und Ausstattung verfügbarer Strahllinien oder zu etablierten und neuen Messverfahren.

    • Organisation des wissenschaftlichen Austausches in Form von FA Sitzungen und Symposien bei einschlägigen Tagungen
    • Mitgliedschaft in Gutachterausschüssen zur Bewertung von Proposals
    • Informationsplattform über Neuentwicklungen/Anlagen (Quellen, Beamlines, Probenumgebungen,...)
    • Interface zwischen Nutzern und Betreibern von Beamlines (Beschreibung, technische Details und Ausstattung verfügbarer Beam-lines, Vorstellung von etablierten und neuen Messverfahren)


    A 1

    Dr. Michael Auinger
    Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH
    FA-Mitglied

    B 6

    Martin Balden
    Max-Planck-Institut für Plasmaphysik
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. John Banhart
    Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Klaus Bente
    Universität Leipzig
    FA-Mitglied
    Dr. Karl Berreth
    Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart - MPA
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Mario Birkholz
    Institut für innovative Mikroelektronik IHP
    FA-Mitglied
    Dr. Artur Braun
    Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
    FA-Mitglied

    D 1

    Katrin Döring
    Technische Universität Chemnitz
    FA-Mitglied

    E 1

    Dr. Michael Eberhardt
    BorgWarner Ludwigsburg GmbH
    FA-Mitglied

    F 4

    Petra Fedtke
    Hochschule Wismar
    FA-Mitglied
    Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer
    Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Peter Fratzl
    Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung
    FA-Mitglied
    Rosemarie Fuhrmann
    Universität Ulm
    FA-Mitglied

    G 4

    Dr. Francisco Garcia-Moreno
    Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Birgit Glasmacher
    Leibniz Universität Hannover
    FA-Mitglied
    Dr. Jörg Grenzer
    Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Guido Grundmeier
    Universität Paderborn
    FA-Mitglied

    H 1

    Dr. Hans Heißenstein
    Thermosensorik GmbH
    FA-Mitglied

    J 2

    FA-Mitglied
    Andreas Jentys
    Technische Universität München
    FA-Mitglied

    K 5

    Dr. Patrick Keil
    Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH
    FA-Mitglied
    Dr.-Ing. Helmut Klein
    Georg-August-Universität Göttingen
    FA-Mitglied
    Dr. Stefan Klein
    Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
    DGM-Fachreferent
    01.08.2016
    Dr.-Ing. Joachim Konrad
    KHS Corpoplast GmbH
    FA-Mitglied
    Dr. Martin Köppen
    Forschungszentrum Jülich GmbH
    FA-Mitglied

    L 5

    Dr. Erhardt Lach
    Deutsch-Französisches Forschungsinstitut Saint Louis, ISL
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Heinrich Lang
    Technische Universität Chemnitz
    FA-Mitglied
    Dr. Dietmar Letzig
    Helmholtz-Zentrum Geesthacht
    FA-Mitglied
    S. Lindig
    Max-Planck-Institut für Plasmaphysik
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Christian Linsmeier
    Forschungszentrum Jülich GmbH
    FA-Mitglied

    M 7

    Dr. Daniel E. Mack
    Forschungszentrum Jülich GmbH
    FA-Mitglied
    Dr. Ingo Manke
    Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
    FA-Mitglied
    Michael Mathes
    ACCESS e.V.
    FA-Mitglied
    Dr. Thomas Mayer
    Technische Universität Darmstadt
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Marion Merklein
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
    FA-Mitglied
    Dr. Sergiy Merzlikin
    Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH
    FA-Mitglied
    Jochen Mürbe
    Hermsdorfer Institut für Technische Keramik e.V.
    FA-Mitglied

    N 2

    Jens Nellesen
    Technische Universität Dortmund
    FA-Mitglied
    Dr. Jürgen Neuhaus
    Technische Universität München
    FA-Mitglied

    P 2

    Dipl.-Ing. Fred Pauly
    Forschungszentrum Jülich GmbH
    FA-Mitglied
    Rainer Piechoczek
    Max-Planck-Institut für Plasmaphysik
    FA-Mitglied

    R 4

    Prof. Dr. Guillermo Requena
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Stephan V. Roth
    Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Georg Roth
    RWTH Aachen University
    FA-Mitglied
    Dr. Ronald Rösch
    Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik e.V. ITWM
    FA-Mitglied

    S 10

    Dr. Bilge Saruhan-Brings
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Peter Schaaf
    Technische Universität Ilmenau
    FA-Mitglied
    Dr. Katja Schladitz
    Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik e.V. ITWM
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Harald Schmidt
    Technische Universität Clausthal
    FA-Mitglied
    Dr. Michael Schöbel
    Lloyd‘s Register EMEA
    FA-Mitglied
    Prof. Dr. Marc Seefeldt
    Katholieke Universiteit Leuven
    FA-Mitglied
    Urs Sennhauser
    Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
    FA-Mitglied
    Dr. Heidrun Sowa
    Georg-August-Universität Göttingen
    FA-Mitglied
    Dr. Michael Spiegel
    Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH
    FA-Mitglied
    Leif Steuernagel
    Technische Universität Clausthal
    FA-Mitglied

    U 1

    Dr. Sven Uhlenbruck
    Forschungszentrum Jülich GmbH
    FA-Mitglied

    V 3

    Dr. Sébastien Vaucher
    Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
    FA-Mitglied
    Dirk Vogel
    Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH
    FA-Mitglied
    Petra von der Bey
    Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
    FA-Mitglied

    Z 2

    FA-Mitglied
    Sieglinde Zinz
    VITA Zahnfabrik
    FA-Mitglied

    Aktuelle Termine

    Keine aktuellen Termine

    Vergangene Termine

    MSE 2018 - Materials Science and Engineering
    • 26.09. - 28.09.2018
    • Technische Universität Darmstadt | Darmstadt
    Webseite
    WerkstoffWoche 2017 Tagung
    • 27.09. - 29.09.2017
    • Messe Dresden GmbH | Dresden
    Webseite

    Im Charaktertest. Werkstoffcharakterisierung mit Strahllinien

    Dank der weltweit existierenden Synchrotron- und Neutronenstrahlungsquellen steht eine immer größer werdende Anzahl von Messeinrichtungen für die Materialcharakterisierung zur Verfügung. Diese so genannten Strahllinien („Beamlines“) sind hochspezialisierte Messlabore, die als Messsonde Neutronen- oder Synchrotronstrahlung mit deren spezifischen Eigenschaften nutzen. Im Unterschied zu Laborquellen verfügen die Strahllinien über eine sehr hohe Strahlungsintensität, die schnelle Messungen zulässt – und so zum Beispiel In-Situ-Beobachtung der Entstehung von Metallschäumen ermöglicht.

    Die Strahllinien verfügen in der Regel über optische Elemente (Monochromatoren, Spiegel, Gitter, Kristalle) mit deren Hilfe die Energie der Strahlung auf die jeweilige Messaufgabe angepasst werden kann. Zumeist sind sie für spezifische Werkstoffuntersuchungen wie Sychrotron- und Neutronen-Radiographie bzw. Sychrotron- und Neutronen-Computertomographie konfiguriert. Ein weiteres Beispiel ist die Eigenspannungsanlyse mittels Synchrotron- und Neutronen-Diffraktometrie, die Auskunft über die Kristallgitterdehnung als Folge mechanischer äußerer und innerer Lasten gibt.

    Sensibel machen für die Möglichkeiten

    Während die Synchrotronstrahlung bei dieser Methode Informationen über den oberflächennahen Bereich des Werkstoffs liefert, liefert Neutronenstrahlung Informationen aus dem Inneren des Werkstoffs. Kennt man die mechanischen Eigenschaften des Werkstoffs, so lassen sich dessen Dehnungsdaten aus den Messergebnissen berechnen.

    Bisher kommen Strahllinien vor allem in der Grundlagenforschung zum Einsatz. Im Bereich der anwendungsnahen Werkstoffuntersuchungen sind sie noch eher die Ausnahme. Um ihre Möglichkeiten besser ausschöpfen zu können, müssen Forschungsförderer, Strahllinienbetreiber sowie Gutachter für Strahlzeitanträge für die Bedürfnisse der Materialwissenschaften in diesem Bereich stärker als bisher sensibilisiert werden. Eine wichtige Vermittlerfunktion will dieser DGM-Fachausschuss leisten.