Gemeinschaftsausschuss Hochleistungskeramik

Verarbeitungseigenschaften synthetischer keramischer Rohstoffe
Gehört zu:
Hochleistungskeramik
Arbeitskreis Mitglieder: 67

Den Verarbeitungseigenschaften keramischer Werkstoffe widmet sich dieser AK. Themen sind die Untersuchungen zum Einfluss chemischer Hilfsstoffe auf die Verarbeitungseigenschaften von Sprühgranulaten oder der Einfluss des Aufbereitungszustandes nanodisperser Rohstoffe auf die Eigenschaften gesinterter Formkörper. Einen Schwerpunkt bildet auch die Substitution von keramischen Rohstoffen, die starken preislichen Veränderungen unterliegen.

Der Arbeitskreis Verarbeitungseigenschaften synthetischer keramischer Rohstoffe ist die Expertenplattform für Entwickler, Hersteller, Verarbeiter und Anwender von synthetischen Materialien für Hochleistungskeramiken. Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stehen aktuelle, vor allem verfahrenstechnisch relevante Themen wie Eigenschaften synthetischer Rohstoffe, Einfluss chemischer Hilfsstoffe, Charakterisierung und gezielte Steuerung von Oberflächeneigenschaften anorganischer Partikel sowie die Verarbeitungseigenschaften und deren gezielte Beeinflussung über die Prozesse der keramischen Aufbereitungs-, Granulierungs- und Formgebungstechnologie. Besonders erfolgreich ist in diesem Arbeitskreis die Weiterbildungsarbeit ausgeprägt.

• Diskussion und Erarbeitung industrieller und wissenschaftlicher Fragestellungen auf dem Gebiet synthetischer keramischer Rohstoffe und chemischer Hilfsstoffe • Erarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Verständnisses der Wechselwirkungen zwischen Rohstoffeigenschaften und deren technologischer Verarbeitungseigenschaften entlang der keramischen Prozesskette einschließlich der Wirkung und gezielten Steuerung von Oberflächeneigenschaften und Einsatz chemischer Hilfsstoffe zum Einsatz bei der Herstellung von Hochleistungskeramiken • Initiierung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zwischen Universitäten, Forschungsinstituten und der Industrie, • Erfahrungsaustausch, Weiterbildung, Nachwuchsförderung und Netzwerkbildung.


A 2


B 6

Wolfdietrich Bach
Bach Resistor Ceramics GmbH
FA-Mitglied
Wolfgang Barthel
MGB Endoskopische Gräte GmbH Berlin
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Prof. Dr. Ulrich Boenick
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied
Dr. Martin Busch
Mediport Venture GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Thomas Böllinghaus
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied

C 1

Dr. Hans-Jörg Clar
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
11.07.2017

D 1

Prof. Dr. Robert Danzer
Montanuniversität Leoben
FA-Mitglied

E 2

Dr. Arnim Eckert
Gühring G-Elit Präzisionswerkzeug GmbH
FA-Mitglied
Dr. Ulrich Eisele
Robert Bosch GmbH
stellv. Leiter

F 3

Dr. Egbert Feike
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied
Prof. Dr. Horst Fischer
Universitätsklinik RWTH Aachen
FA-Mitglied
Dr. Manfred Fries
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
Leiter

G 3

Dr. Jürgen Goebbels
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Peter Greil
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Wolfgang Gudat
Berliner Elektronenspeicherringgesellschaft für Synchrotronstrahlung B
FA-Mitglied

H 5

Prof. Dr. S. Hess
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied
Dr. Christian Hoffmann
TDK Electronics GmbH & Co OG
FA-Mitglied
Prof. Dr. Hans-Jürgen Hoffmann
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied
Prof. Dr. Michael J. Hoffmann
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
FA-Mitglied

K 6

Prof. Dr. Wolfgang Kaysser
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied
Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
01.08.2016
Prof. Dr. Dietmar Klingbeil
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Dietmar Koch
Universität Augsburg
FA-Mitglied
Prof. Dr.-Ing. Walter Krenkel
Universität Bayreuth
FA-Mitglied
Dr. Albrecht Krüger
SENTECH Instruments GmbH
FA-Mitglied

L 4

Dr. Michael Langenwalter
Infineon Technologies AG
FA-Mitglied
Prof. Dr. Heinz Lehr
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied
Dr. Christoph Lesniak
ESK Ceramics GmbH & Co. KG
FA-Mitglied
Dr. Friederike Lindner
Robert Bosch GmbH
FA-Mitglied

M 6

Thomas Mahlkow
MGB Endoskopische Gräte GmbH Berlin
FA-Mitglied
Prof. Dr. Alexander Michaelis
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Prof. Dr. Bernd Michel
Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Prof. Dr. Helmuth Möhwald
Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung
FA-Mitglied

N 5

Dr. Manfred Nebelung
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Helmut Nega
Materialprüfungsamt des Landes Brandenburg
FA-Mitglied
Dr. J. Neuhäuser
DAICERAM GmbH High Tech-Werkstoffe
FA-Mitglied
Prof. Dr. Wolfgang Neumann
Humboldt-Universität zu Berlin
FA-Mitglied
Dr. Detlev Nicklas
Deutsche Keramische Gesellschaft e.V.
FA-Mitglied

O 1

Dr.-Ing. Karen Otten
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied

P 2

Prof. Dr. Pedro D. Portella
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Helmut Pucher
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied

R 8

Dr. Torsten Rabe
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Dr. R. Reimer
bess Medizintechnik GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Walter Reimers
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied
Axel Riepe
Rolls-Royce Deutschland Ltd & CO KG
FA-Mitglied
Dr. Ralf Ruhmann
micro resist technology
FA-Mitglied
Prof. Dr. Jürgen Rödel
Technische Universität Darmstadt
FA-Mitglied

S 7

Dr. Wolfgang A. Schiller
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Robert Schlögl
Fritz-Haber-Institut der MPG
FA-Mitglied
Dr. Peter Schmidt
DiaCeram GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Gerold Schneider
Technische Universität Hamburg-Harburg
FA-Mitglied
Prof. Dr. Gerhard Schneider
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft
FA-Mitglied
Dr. Bernhard Stapp
OSRAM Opto Semiconductors GmbH
FA-Mitglied
FA-Mitglied

T 1

Prof. Dr. Rainer Telle
RWTH Aachen University
FA-Mitglied

V 3

Prof. Dr. Ingolf Voigt
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Bärbel Voigtsberger
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Irene von Lampe
Technische Universität Berlin
FA-Mitglied

W 1

Dr. Gerhard Wötting
FCT Hartbearbeitungs GmbH
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Haben Sie Fragen oder wollen sich aktiv in den Ausschuss einbringen? Senden Sie uns Ihre Anfrage an: fachgremien@dgm.de 


Der Tausendsassa. Hochleistungskeramik

Aufgrund ihrer besonderen thermischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften kommt der Hochleistungskeramik (HLK) in vielen Anwendungsbereichen heute bereits eine Schlüsselrolle zu. Dabei reicht die Bandbreite von Gasturbinen, Pumpen oder Dichtungssystemen über ressourcenschonende Lösungen für die chemische Verfahrenstechnik bis hin zu Gelenkimplantaten und Dentalprodukten wie Kronen oder Brücken. So bieten Hochleistungskeramiken schon jetzt wesentliche Antworten aufdrängende Fragen zu Energie, Mobilität, Lebensqualität und Sicherheit.

In Zukunft wird keramischen Verbundwerkstoffen und energieeffizienten hybriden Werkstoffen mit HLK-Elementen eine noch stärkere Rolle zukommen als bisher. Hoch belastbare Faserkeramiken mit langer Lebensdauer könnten einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung fossiler Energieträger und damit zum Klimaschutz leisten. Gleiches gilt für ökologisch wertvolle Magnetwerkstoffe mit verbessertem Preis-Leistungsverhältnis für die Windkraftanwendung oder stationäre Stromspeicher – sofern hier die Entwicklung produktiverer Fertigungsverfahren gelingt. Sowohl im Bereich der Elektromobilität als auch bei der konventionellen Antriebstechnik könnten langlebige und zuverlässige Verbund- und Schichtsysteme auf Keramikbasis bald unverzichtbar sein.
 

Verbund bis zum Produkt

Um den Anforderungen der nächsten Jahrzehnte gerecht zu werden, muss das Eigenschafts-Mikrostruktur-Verständnis sowohl für neue Funktions- und Strukturwerkstoffe als auch für Verbundwerkstoffe, Komposite und Hybride allerdings deutlich verbessert werden. Zudem müssen die Möglichkeiten neuartiger Technologien wie additiver Herstellungs- oder feldunterstützter Sinterverfahren besser ausgeschöpft und Methoden der FEM-Simulation weiterentwickelt werden. Gleiches gilt für Methoden der Werkstoffdiagnostik oder die Multiskalen-Simulation zum Verständnis der atomaren Wechselwirkungen bei Vielkomponentensystemen.

Die Erschließung neuer Innovationspotentiale für keramische Hochleistungswerkstoffe und der damit verbundenen Technologien ist eine Gemeinschaftsaufgabe, für die eine langfristig ausgerichtete Grundlagenforschung mit einer kurz- und mittelfristig orientierten Produkt- und Technologieentwicklung besser vernetzt werden muss. Wissenschaftler, Keramikhersteller und Anwender  sollten hierzu noch stärker als bisher interdisziplinär kooperieren und dabei auch für den dringend erforderlichen Fachkräftenachwuchs sorgen.

 

Expertenbroschüre

Zukunftspotentiale von Hochleistungskeramiken