Gemeinschaftsausschuss Hochleistungskeramik

Prozessbegleitende Prüfung
Gehört zu:
Hochleistungskeramik
Arbeitskreis Mitglieder: 67

Der AK Prozessbegleitende Prüfverfahren zeigt, dass die Kooperation zwischen den verschiedenen AK in der Gesellschaft unentdeckte Potentiale freisetzt: So initiierte der AK bereits mehreren Ringversuchen, wie zum Beispiel zur Bestimmung der Partikelgrößenverteilung von Feinstpulvern, oder zur Partikelgröße und dem Zetapotenzial von Feinst- und Nanopulvern. Die Teilnahme von Laboratorien verschiedener Institutionen zeigte die Relevanz dieser Forschungsprobleme. Durch die Diskussion der Ergebnisse mit Geräteherstellern und Anwendern konnten die Forschungsergebnisse unmittelbar in die Praxis überführt werden.

• Wissenschaftlicher Austausch bzgl. der Entwicklung und Anwendung von Geräten und Verfahren zur prozessbegleitenden Prüfung in der gesamten keramischen Prozesskette

• Vorstellung neu entwickelter Prüfgeräte durch die Hersteller

• Formulieren von Entwicklungsbedarf und initiieren von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Prüfgeräteentwicklern und der Anwender von prozessbegleitenden Prüfverfahren

• Validierung von Prüfverfahren durch Ringversuche

• Informationsaustausch über Normungsaktivitäten auf dem Gebiet der prozessbegleitenden Prüfung


A 1


B 2

Georg Besendörfer
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Dr. Holger Böse
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
FA-Mitglied

C 3

Dr. Hans-Jörg Clar
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
11.07.2017
Prof. Dr. Rolf Clasen
Universität des Saarlandes
FA-Mitglied
Dr. Frank Clemens
Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
FA-Mitglied

D 4

Dr. Henning Dannheim
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Robert Danzer
Montanuniversität Leoben
FA-Mitglied
Dr. Oliver Dernovsek
TDK Electronics GmbH & Co OG
FA-Mitglied
Prof. Dr. Manfred Dietz
Westsächsische Hochschule Zwickau
FA-Mitglied

E 1

Christian Eckardt
Fraunhofer ISC - Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL
FA-Mitglied

F 1

Prof. Dr. Horst Fischer
Universitätsklinik RWTH Aachen
FA-Mitglied

G 2

Prof. Dr. Thomas Graule
Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Peter Greil
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied

H 8

Jan Marcel Hausherr
Fraunhofer ISC - Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL
FA-Mitglied
Dr. Ulf Herrmann
Boart Ceramics GmbH
FA-Mitglied
Dr. Wolfgang Hillger
Ingenieurbüro Dr. Hillger
FA-Mitglied
Dr. Werner Hoffmann
SGL Carbon GmbH
FA-Mitglied
Dr. Christian Hoffmann
TDK Electronics GmbH & Co OG
FA-Mitglied
Prof. Dr. Michael J. Hoffmann
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
FA-Mitglied
Dr. Henning Hofius
Martinswerk GmbH
FA-Mitglied
Dr. Sören Höhn
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied

K 7

Armin Kayser
ESK Ceramics GmbH & Co. KG
FA-Mitglied
Prof. Dr. Wolfgang Kaysser
Helmholtz-Zentrum Geesthacht
FA-Mitglied
Prof. Dr. Gernot Klein
Hochschule Koblenz
FA-Mitglied
Dr. Stefan Klein
Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
DGM-Fachreferent
01.08.2016
Dr. Ulrich Klemm
Technische Universität Dresden
FA-Mitglied
Prof. Dr. Dietmar Koch
Universität Augsburg
FA-Mitglied
Prof. Dr.-Ing. Walter Krenkel
Universität Bayreuth
FA-Mitglied

L 4

Jürgen Lehmann
Universität Bayreuth
FA-Mitglied
Dr. Christoph Lesniak
ESK Ceramics GmbH & Co. KG
FA-Mitglied
Dr. Friederike Lindner
Robert Bosch GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Ralph Lucke
Hochschule Koblenz
FA-Mitglied

M 2

Dr. Thomas Metzinger
SGL Carbon GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Alexander Michaelis
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied

N 3

Dr. Manfred Nebelung
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Micheal Neuhäuser
Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH
FA-Mitglied
Dr. Detlev Nicklas
Deutsche Keramische Gesellschaft e.V.
FA-Mitglied

O 1

Dr.-Ing. Karen Otten
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied

P 1

Dr. Ewald Pfaff
RWTH Aachen University
FA-Mitglied

R 8

Dr. Torsten Rabe
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Leiter
Dr. Friedrich Raether
Fraunhofer ISC - Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL
FA-Mitglied
Dr.-Ing. Andreas Rendtel
3M Technical Ceramics
FA-Mitglied
Dr. Hans-Jürgen Richter
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Prof. Dr. Andreas Roosen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Dr. Rainer Rudert
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Jürgen Rödel
Technische Universität Darmstadt
FA-Mitglied

S 6

Prof. Dr. Gerhard Schneider
Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft
FA-Mitglied
Prof. Dr. Gerold Schneider
Technische Universität Hamburg-Harburg
FA-Mitglied
FA-Mitglied
Frank Sieker
phoenix-x-ray Systems + Services GmbH
FA-Mitglied
Jens Stockmann
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
FA-Mitglied

T 2

Dr. Jan Tabellion
Schunk Dienstleistungs GmbH
FA-Mitglied
Prof. Dr. Rainer Telle
RWTH Aachen University
FA-Mitglied

V 5

Dr. Robert Vassen
Forschungszentrum Jülich GmbH
FA-Mitglied
Dr. Siegfried Vieth
BTU Cottbus - Senftenberg
FA-Mitglied
Prof. Dr. Ingolf Voigt
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Bärbel Voigtsberger
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
FA-Mitglied
Dr. Holger von Both
Wieland Dental + Technik GmbH & Co. KG
FA-Mitglied

W 6

Matthias Wagner
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
FA-Mitglied
Prof. Dr. Jan Werner
Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe Glas/Keramik GmbH
FA-Mitglied
Ulrich Werner
Boart Ceramics GmbH
FA-Mitglied
Dr. Ralf Westerheide
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM
FA-Mitglied
Dr. Stefanie Wildhack
Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme
FA-Mitglied
Dr. Gerhard Wötting
FCT Hartbearbeitungs GmbH
FA-Mitglied

Aktuelle Termine

Keine aktuellen Termine

Vergangene Termine


Arbeitskreis Prozessbegleitende Prüfung im GA Hochleistungskeramik
  • 14.11. - 14.11.2019
  • BAM, Untern den Eichen 44-46, Berlin | Berlin
Details

Haben Sie Fragen oder wollen sich aktiv in den Ausschuss einbringen? Senden Sie uns Ihre Anfrage an: fachgremien@dgm.de 


Der Tausendsassa. Hochleistungskeramik

Aufgrund ihrer besonderen thermischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften kommt der Hochleistungskeramik (HLK) in vielen Anwendungsbereichen heute bereits eine Schlüsselrolle zu. Dabei reicht die Bandbreite von Gasturbinen, Pumpen oder Dichtungssystemen über ressourcenschonende Lösungen für die chemische Verfahrenstechnik bis hin zu Gelenkimplantaten und Dentalprodukten wie Kronen oder Brücken. So bieten Hochleistungskeramiken schon jetzt wesentliche Antworten aufdrängende Fragen zu Energie, Mobilität, Lebensqualität und Sicherheit.

In Zukunft wird keramischen Verbundwerkstoffen und energieeffizienten hybriden Werkstoffen mit HLK-Elementen eine noch stärkere Rolle zukommen als bisher. Hoch belastbare Faserkeramiken mit langer Lebensdauer könnten einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung fossiler Energieträger und damit zum Klimaschutz leisten. Gleiches gilt für ökologisch wertvolle Magnetwerkstoffe mit verbessertem Preis-Leistungsverhältnis für die Windkraftanwendung oder stationäre Stromspeicher – sofern hier die Entwicklung produktiverer Fertigungsverfahren gelingt. Sowohl im Bereich der Elektromobilität als auch bei der konventionellen Antriebstechnik könnten langlebige und zuverlässige Verbund- und Schichtsysteme auf Keramikbasis bald unverzichtbar sein.
 

Verbund bis zum Produkt

Um den Anforderungen der nächsten Jahrzehnte gerecht zu werden, muss das Eigenschafts-Mikrostruktur-Verständnis sowohl für neue Funktions- und Strukturwerkstoffe als auch für Verbundwerkstoffe, Komposite und Hybride allerdings deutlich verbessert werden. Zudem müssen die Möglichkeiten neuartiger Technologien wie additiver Herstellungs- oder feldunterstützter Sinterverfahren besser ausgeschöpft und Methoden der FEM-Simulation weiterentwickelt werden. Gleiches gilt für Methoden der Werkstoffdiagnostik oder die Multiskalen-Simulation zum Verständnis der atomaren Wechselwirkungen bei Vielkomponentensystemen.

Die Erschließung neuer Innovationspotentiale für keramische Hochleistungswerkstoffe und der damit verbundenen Technologien ist eine Gemeinschaftsaufgabe, für die eine langfristig ausgerichtete Grundlagenforschung mit einer kurz- und mittelfristig orientierten Produkt- und Technologieentwicklung besser vernetzt werden muss. Wissenschaftler, Keramikhersteller und Anwender  sollten hierzu noch stärker als bisher interdisziplinär kooperieren und dabei auch für den dringend erforderlichen Fachkräftenachwuchs sorgen.

 

Expertenbroschüre

Zukunftspotentiale von Hochleistungskeramiken