FORTBILDUNG

Schadenanalyse an Kunststoffen, Kompositen und Verklebungen

  • 24.03. - 26.03.2020
  • Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
  • Rheinbach
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Schadenuntersuchungen an Kunststoffen 2020.pdf Flyer
2019-10-25-FB-2020-Pressemitteilung-SCHADENANALYSE AN KUNSTSTOFFEN, KOMPOSITEN.pdf


Beschreibung

Die Herstellung qualitativ hochwertiger Kunststoffprodukte, Verbundwerkstoffe sowie Verklebungen erfordert eine umfangreiche Materialkenntnis, verlässliche Qualitätseingangs- und -ausgangskontrollen,eine hohe Prozesssicherheit und verlässliche Lieferanten.

Bereits in der Konstruktion muss zudem eine sorgfältige Materialauswahl stattgefunden haben. Nicht nur die Materialkosten sondern vor allem die in der Anwendung auftretenden Belastungen und Medieneinflüsse müssen berücksichtigt werden. Tritt in der Anwendung dann ein Bauteilversagen auf oder zeigen sich Probleme bereits in der Materialverarbeitung liegen die Nerven der beteiligten Akteure schnell blank. In Zeiten von „just in time“ Lieferungen wird die Prozesskette durch solche Probleme meist empfindlich gestört und die fieberhafte Suche nach der Ursache und nicht zuletzt nach dem Schuldigen geht los. An dieser Stelle bietet sich nun die Möglichkeit im Rahmen einer Schadenanalyse eine Vielzahl von Werkstoff- und Bauteilprüfungen vorzunehmen. Doch welche davon führen am schnellsten zum Ziel? Und wie schafft man es dabei die Anzahl an Analysen und damit auch die Kosten zu minimieren?

Themen und Inhalte

Mikroskopische Schadenanalyse

  • Theoretische Schulung I
    - Mikroskopische Prüfmethoden in der Schadenanalyse
    - Erstellung eines geeigneten Prüfplans und korrekte Bauteildokumentation
  • Praxisblock I: Probenvorbereitung für die Untersuchung am:
    - Stereomikroskop (Bruchflächen)
    - Auflicht- / Digitalmikroskop (Probenquerschnitt ohne Schliffherstellung)
    - REM (besputtern von Bruchflächen und Probenquerschnitten)
  • Praxisblock II: REM Untersuchungen
    - Begutachtung von Bruchflächen, Probenquerschnitten und Faser/Matrix-Haftung mit hoher Tiefenschärfe
  • Praxisblock III: Lichtmikroskopische Untersuchungen
    - Stereomikroskop (Begutachtung von Bruchflächen mit hoher Tiefenschärfe)
    - Auflicht- / Digitalmikroskop (Begutachtung von Probenquerschnitten);

Materialvorbereitung und Härtungsanalyse von Klebstoffen

  • Theoretische Schulung II
    - Kleben von Metallen und Faserverbundwerkstoffen; Möglichkeiten zur Härtungsanalyse;
  • Praxisblock IV: Vorbereitung von Bauteil-Fügeflächen und Vorstellung von verschiedenen Klebebedingungen und Klebertypen
  • Praxisblock V: Untersuchung des Aushärtungsverhaltens
    - Mittels Dynamischer Differenz Kalorimetrie DDK/DSC (Reaktionswärmeanalyse während der Aushärtung)
    - Dielektrischer Analyse DEA (Änderung der Ionenleitfähigkeit während der Aushärtung)
    - Dynamisch Mechanischer Analyse DMA (Änderung der Steifigkeit und des Glasübergangs während der Aushärtung)

Mechanische Materialprüfung

  • Theoretische Schulung III
    - Mechanische Eigenschaften von Faserverbundwerkstoffen und Klebeverbindungen
  • Praxisblock VI: Vorbereitung der verschiedenen mechanischen Prüfmethoden
  • Praxisblock VII: Zugversuch, Zugscher und Biegeversuch
    - Reine Klebstoff-Prüfkörper
    - verschieden geklebte Prüfkörper
  • Praxisblock VIII: Kerbschlag-Biege Versuch (Charpy) und Schlagzugversuch
    - Reine Klebstoff-Prüfkörper
    - verschieden geklebte Prüfkörper
  • Praxisblock IX: Dynamisch Mechanische Analyse
    - Frequenz- und temperaturabhängige Steifigkeit von Klebstoffproben

Ihr Nutzen

  • Ihnen werden die Untersuchungsmethoden mittels Mikroskopie-Methoden (Licht-, Digital und REM), die thermische Analysenmethoden (DSC, DMA und DEA) und die mechanischen Analysemethoden (statisch und dynamisch) im Zuge der Schadensanalytik demonstriert.

  • Sie lernen die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Untersuchungsmethoden im Falle einer Schadenanalyse sowie für die Qualitätssicherung kennen.

  • Sie gewinnen ein umfangreiches Wissen über die Grundlagen dieser Untersuchungsmethoden sowie der zugehörigen materialwissenschaftlichen und verarbeitungstechnischen Aspekte.

In das Programm der Fortbildung ist zudem ein Networking-Abend inkl. gemeinsamen Abendessen integriert. Dieser bietet den Teilnehmern eine ideale Möglichkeit zum weiteren Austausch bereits gemachter Erfahrungen und der weiteren Vertiefung der Fortbildungsinhalte in einem angenehmen Rahmen.

Zielgruppe

Ziel dieser Fortbildung ist es, den Teilnehmenden bezogen auf Kunststoffe, Kompositmaterialien sowie Verklebungen die Leistungsfähigkeit der verschiedenen folgende Untersuchungsmethoden im Falle einer Schadenanalyse sowie in der Qualitätssicherung zu demonstrieren:

• Mikroskopie-Methoden (Licht-, Digital und REM)
• Thermische Analysenmethoden (DSC, DMA und DEA)
• Mechanische Analysemethoden (statisch und dynamisch)

Neben den Demonstrationsversuchen werden in den Vormittagsblöcken die theoretischen Grundlagen für die jeweiligen verwendeten Untersuchungsmethoden sowie materialwissenschaftliche und verarbeitungstechnische Aspekte behandelt

Weitere Fortbildungen im Themenbereich

Fragen und Kontakt

Sie haben Fragen zur Veranstaltung? Gerne beantworten wir diese auch persönlich.
Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail.

Tel.: +49 (0) 2241-2355449     
Fax:  +49 (0) 2241-4930330
E-Mail: fortbildung@dgm-inventum.de

Ansprechpartner

Dr. Johannes Steinhaus

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg